Zu erkennen sind die Stationen an den roten Punkten mit Elsa. Foto: Reinhard

Bewegung, Rätselspaß und Entdecken: Der Kinderrallye-Pfad bietet Familien eine abwechslungsreiche Freizeitidee.

Wer am Wochenende oder in den Ferien mit den Kindern etwas unternehmen will, hat im Kinzigtal die Wahl zwischen vielen spannenden Freizeitaktivitäten. Dazu gehört auch der Kinderrallye-Pfad in Gutach. Er verbindet mehrere Aktivitäten miteinander: Bewegung, Rätseln, Lernen und Erforschen.

 

Hintergrund: Die Strecke wurde im November des vergangenen Jahres eröffnet. Das kreative Erlebnisweg-Konzept lieferten Teams der örtlichen Vereine „Gewerbe und Tourismus“ sowie der „Förderverein Kinder und Jugendliche“. 18 Sponsoren realisierten mit namhaften Beträgen das Projekt. Durch die Zertifizierung von Gutach zur „familienfreundlichen Kommune“ im Jahr 2024 konnten die Flyer über Leader finanziert werden.

Ziel: Bei der Rallye geht es darum, der Elster Elsa zu folgen. Diese hat heimlich einen Bollenhut stibitzt und Ziel ist es, diesen wieder zurückzubringen.

So geht’s: Im Gutacher Rathaus sowie im Bollenstüble im Kurpark gibt es die Kinderrallye-Flyer. In diesen ist eine Karte von Gutach mit der eingezeichneten Strecke sowie 14 Stationen der Rallye zu finden. Auch die Rätsel sind dort aufgeführt. Man beginnt im Kurpark. Dort befindet sich die erste Station. An jedem Streckenpunkt gibt es ein Rätsel, das mit einen Lösungswort zu beantworten ist. Buchstaben aus diesen ergeben am Ende das finale Lösungswort. Wer es findet, kann den ausgefüllten Flyer im Rathaus oder dem Bollenstüble abgeben und bekommt als Belohnung eine Kugel Eis oder ein Malbuch.

Die Strecke: Die Strecke ist 2,8 Kilometer lang und führt durch fast den gesamten Ort, angefangen im Kurpark, an den Kirchen vorbei, über den Obstbaumlehrpfad, an der Bahnlinie entlang, über die Hauptstraße, am Hasemann-Haus vorbei bis zum Rathaus. Dort endet die Rallye. Ob man die Strecke wie vorgegeben abläuft, von hinten anfängt oder auch Wege nimmt, die von der Karte abweichen, ist jedem selbst überlassen. Für Ortsunkundige empfiehlt es sich aber, der Vorgabe zu folgen. So sind die Stationen und Wege am leichtesten zu finden.

Stationen: Insgesamt sind 14 Stationen zu bewältigen. Sie sind jeweils liebevoll, ansprechend, bunt und abwechslungsreich gestaltet. Manche sind auf großen Tafeln zu finden, andere sind nur kleine Schilder an Hauswänden. Die meisten sind gut zu finden; aber die eine oder andere benötigt doch etwas Spürsinn.

Rätsel: Bei einigen Stationen geht es nur darum, Elsa zu finden; bei manchen müssen die Kinder aus einer Informationstafel Hinweise finden, die fürs Lösen der Rätsel nötig sind. An zwei Stationen geht es nicht nur um Gehirnschmalz, sondern auch um körperlichen Einsatz. Grundsätzlich sind die Rätsel recht gut zu lösen, bei dem einen oder anderen lassen die Fragen etwas Interpretationsspielraum und sind nicht eindeutig zu beantworten. Wer sich in Gutach und im Kinzigtal gut auskennt, kann einige Rätsel auch ohne Hinweise lösen. So wird jeder Gutacher wohl wissen, wie viele Bollen der Bollenhut hat. Aber auch für Experten bietet die Rallye interessant Erkenntnisse. So erfährt man zum Beispiel auch, wie viel ein Bollenhut wiegt und findet an einer Station Gegenstände zum Gewichtsvergleich.

Zeitaufwand: Wie lange man benötigt, um die Kinderrallye zu beenden, ist von vielen Faktoren abhängig. Wer die Strecke mit größeren Kindern abläuft und mit Mädchen und Jungen unterwegs ist, die schon selbst lesen können, ist natürlich schneller durch als jemand, der einen Buggy schieben muss und den Kindern alles vorlesen muss. Ortskundige werden sich wahrscheinlich auch besser zurechtfinden als Touristen. Mindestens eine Stunde sollte man aber einplanen. Aber dann ist man extrem flott. Mehr Spaß macht es, sich Zeit zu nehmen, an der einen oder anderen Station zu rasten, zu spielen und auch mal die Aussicht zu genießen. Am günstigsten ist es also, mindestens zwei Stunden, besser mehr, einzuplanen.

Sportlicher Anspruch: Die Strecke ist zum allergrößten Teil ebenerdig, es sind eigentlich keine Steigungen zu bewältigen. Sie ist leicht zu begehen und fast jeder Abschnitt ist asphaltiert. Auch Menschen mit mäßiger Ausdauer können sie gut bewältigen. Ein Teil führt aber über einen Grasweg, vollkommen unsicher auf den Füßen sollte man also nicht sein, da es dort je nach Wetter durchaus rutschig werden kann. Die Rallye kann auch mit dem Fahrrad abgefahren werden. Für Wanderer ist sie wohl weniger geeignet, denn sie führt durch den Ort und nicht durch die Natur. Vom sportlichen Anspruch ist sie auch eher ein Spaziergang als eine Wandertour.

Zielgruppe: Die Zielgruppe der Rallye sind vorrangig Familien mit Kindern, aber auch für Gruppen, die nur aus Erwachsenen besteht, ist sie interessant. Touristen lernen bei ihr vieles über Gutach und das Kinzigtal, aber auch Ortskundige werden ihren Spaß haben – und vielleicht etwas Neues lernen.

Fazit

Die Gutacher Kinderrallye ist liebevoll gestaltet und bietet sowohl Familien aus dem Tal als auch Touristen gute Unterhaltung. Sie bietet die perfekte Mischung aus Bewegung, Rätseln, Forschen und Erkunden. Die Strecke ist bei jedem Wetter begehbar, aber bei Sonnenschein macht es natürlich mehr Spaß.