Unsere Redakteurin war zu Gast in der Friedrich-Boysen-Realschule bei der 8c. Die Fragen der Schüler gingen von Fake News über Ausbildungswege bis zur Deutschnote unserer Redakteurin.
Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf? Was nicht so sehr? Was verdient ein Redakteur eigentlich? Gefällt Ihnen die Arbeit in der Online- oder in der Lokalredaktion besser? Welche Deutschnote hatten Sie?
Die Schüler der 8c der Friedrich-Boysen-Realschule hatten einen ganzen Berg an Fragen mitgebracht. Unsere Redakteurin besuchte sie für unser Projekt „Zisch“, Zeitung in der Schule, für eine Doppelstunde und lieferte einen Einblick in ihren Alltag.
Schüler haben Hausaufgabe, Interview zu führen
Die Teenager haben die Hausaufgabe, selbst einen Artikel zu verfassen und dafür ein Interview zu führen. Die Fragenkataloge waren beim Besuch bereits fertig. „Deine Fragen könnte ich mir zum Beispiel bei der Suchthilfe vorstellen“, meint der Gast zu einer Schülerin, die über Christiane F. und das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ schreiben möchte. „Gute Fragen, aber begrenz dich besser auf drei bis vier, sonst wird es deinen Gesprächspartnern zu viel“, meint sie zu einem anderen Mädchen, das für eine Straßenumfragen auf dem Altensteiger Weihnachtsmarkt Fragen formuliert hat.
Gemeinsam wurde auch besprochen, was ein Redakteur eigentlich macht. Informationen zusammentragen! Interviews führen! Leute befragen! Alles richtig – und wenn die Informationen da sind, auf was kommt es dann beim Schreiben an?
Die wichtigsten Kriterien kennen die Schüler. Wahr muss es sein, was in der Zeitung steht. Die Rechtschreibung sollte stimmen. Der Artikel sollte sachlich sein. „Muss er immer sachlich sein?“ Nein, es gibt Textformen, in denen die Redakteurin ihre Meinung einfließen lassen kann, wissen die Schüler schon. Kommentar, Karikatur und Glosse werden zusammengetragen.
Warum ist es schwierig, einfach zu schreiben?
Für etwas Verwirrung sorgt der Satz „Es ist schwieriger, einfach zu schreiben als schwierig.“ Das muss erläutert werden: Die eigentliche Herausforderung ist, einen verständlichen Text zu erstellen, erläutert unsere Redakteurin. Denn Texte haben häufig etliche Füllwörter, Fremdwörter oder Einschübe, die sie schwerer lesbar machen.
Kurz kommt auch das Thema Klimawandel auf den Tisch. Bundes- und Weltpolitik gehört eigentlich nicht zum Zuständigkeitsgebiet einer Lokalredakteurin. Aber damit in Kontakt kommt sie dennoch – etwa, wenn bei Bauprojekten der Klimawandel berücksichtigt wird.