Der Unterhalter Helmut Dold, hier mit seiner Frau Diana, spricht über sein neuestes Witze-Buch. Foto: Privat

Humor: Der Schuttertäler Unterhalter spricht über sein neues Witze-Buch und Humor-Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Schuttertal - Der beliebte Unterhalter und passionierter Witze-Erzähler Helmut Dold hat sein viertes Witze-Buch herausgebracht. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagt er, wie er sich zu seinen Witzen inspirieren lässt und wie sich sein Leben durch die Corona-Pandemie verändert hat.

Herr Dold, wie ist Ihr viertes Buch entstanden?

Der Verlag kam auf mich zu, was mich sehr gefreut hat. Das dritte Buch kam ja 2017 auf den Markt und zwischenzeitlich habe ich wieder viele Witze sammeln können und war natürlich sofort und gerne bereit.

Wie finden Sie die Ideen für Ihre Witze?

Ich bin ein leidenschaftlicher Witze-Sammler, bin in vielen Foren unterwegs, bekomme von Kollegen Witze geschickt, schreibe mir immer sofort alles auf, was ich witzig finde.

Wie wird ein Witz ein badischer Witz?

Ich schaue bei jedem Witz, der mir gefällt: lässt er sich in unseren Dialekt übersetzen, passt er zu unserer Mentalität, zu unserem Leben im Badnerland und so sind die meistens Witze halt-natürlich oft überspitzt – wirklich mitten aus dem badischem Leben.

In Ihrem Buch gibt es auch einige Witze über Frauen. Wie reagieren die Frauen darauf?

Das ist ein sehr schwieriges Thema. Frauen lachen anders als Männer. Ein Witz, der nach einem Fußballtraining in der Kabine der Brüller war, wird manchmal schon beim Erzählen daheim nur noch Mittelmaß – oder noch schlechter.

Ich erlebe bei Auftritten auch oft, dass manche Damen allein schon beim Thema Witz an Frauenfeindlichkeit denken und da muss man sich auf der Bühne – und auch im Buch natürlich – ganz genau überlegen: Kann ich den Witz noch bringen, oder eher nicht?

Oft lachen bei Auftritten aber auch Frauen viel mehr und auch viel lauter, was mich natürlich dann sehr, sehr freut. Wer mich kennt, der weiß, dass ich die Frauen sehr mag und sehr schätze und nie einen bösartigen Witz über Frauen erzählen oder schreiben würde.

Dennoch: Jeder Leser oder Zuhörer entscheidet natürlich selbst, ob etwas witzig ist oder nicht. Ich kann nur sagen: In keinem meiner vier Bücher ist ein Witz, den ich nicht gut oder nicht witzig finde, sonst wär’ er halt einfach nicht drin!

Haben Sie einen absoluten Lieblingswitz?

Das werde ich sehr oft gefragt. Für uns Witze-Erzähler ist immer der neueste Witz der Lieblingswitz. Man will den unbedingt erzählen, ist immer sehr gespannt, wie er ankommt – und dann kommt ein neuer guter Witz rein und wird sofort zum momentanen Lieblingswitz.

Sie standen vor Corona regelmäßig in der Region auf den Bühnen. Was machen Sie nun stattdessen?

Ich erzähle aktuell zumindest virtuell dank meiner technikaffinen Frau regelmäßig meine Witze. Weil ich ja leider keine Buchvorstellungstour machen kann – was mir immer sehr viel Spaß gemacht hat – kommt einmal in der Woche ein neuer Witz auf Youtube, auf meinem Kanal "Helmut Dold Badisches Witzbüchle" und ich habe auch schon mehrere Auftritte virtuell fürs Altersheim aufgenommen.

Am Sonntag kommt immer der Witz der Woche auf Facebook, den nehme ich gemeinsam mit meiner Frau Diana auf. Deshalb findet den jeder auf ihrem Profil "Diana de Haemme". Außerdem sendet der Radiosender SWR4 am kommenden Sonntag, 11 April, um 21 Uhr eine Sendung mit ganz vielen, von mir erzählten Witzen. Und ein bisschen Trompete spiele ich da auch. Als nächstes habe ich mit meinem Verlag noch ein weiteres Buch geplant, da möchte ich gerne ein paar Kurzgeschichten erzählen, darauf freue ich mich schon.

Gewinnspiel

Die Lahrer Zeitung verlost gemeinsam mit Helmut Dold fünf Exemplare seines vierten Badischen Witzbüchleins, vollgepackt mit typischen "Hämme-Witzen aus Lohr und ussem Schwarzwald". Wer mitmachen möchte, kann einfach eine Karte an die LZ-Geschäftsstelle in 77933 Lahr, Kreuzstraße 9, oder eine E-Mail an gewinnen@lahrer-zeitung.de schreiben. Wir losen die Gewinner dann aus und benachrichtigen sie schriftlich oder per E-Mail.

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