Mitten in Friedlingen wurde vor einer Woche ein Schuss auf einen Mann abgegeben. Foto: Beatrice Ehrlich

Eine Leserin will sich davon distanzieren, dass Schießereien in Friedlingen an der Tagesordnung seien und weist auf ein multikulturelles Miteinander hin.

Mich hat es sehr gewundert, dass ausgerechnet meine Zeitung so einen aufreißerischen Artikel schreibt. Seid 49 Jahren lebe ich in Stadtteil Friedlingen, ich will nicht behaupten, dass es in Friedlingen keine Kriminalität gibt, aber in keinem Fall in dem genannten Rahmen, dass Schießereien auf der Tagesordnung stehen. Dafür steht Friedlingen nicht!

 

Bei genauer Recherche hätte man sehen können, dass die letzte Schießerei in Weil war, das nur am Rande.

Friedlingen hat einiges durchgemacht, das stimmt, aber man hat hier immer schon viele Nationen untergebracht, was immer für Konfliktstoff sorgen kann.

Und wir sind ein multikultureller Stadtteil, aber seit ich hier wohne, und in verschiedenen Gremien mitmache, wie früher im Kindergarten, der Rheinschule, in der vieles getan wird um ein Miteinander zu erreichen.

Und heute noch immer im Stadtteilverein Friedlingen/Weil agiere, habe ich wesentlich mehr positive als negative Erfahrungen gemacht. Selbst im Kesselhaus in dem ich lange tätig war, das ich zu Veranstaltungen immer noch besuche, mich nach 23 Uhr auf den Heimweg mache bin ich noch nie von einer Gruppe oder einem einzelnen dumm angesprochen oder bedroht worden.

Noch länger lese ich diese Zeitung, natürlich werden es immer weniger Menschen die hier aufgewachsen sind und die Geschichte des Stadtteils kennen. Aus meiner Sicht gibt es viel was verschiede Nationalitäten von einander Lernen können. Ein miteinander ist immer besser als nur eine Beurteilung einer Sicht.

Angelika Schilling, Weil am Rhein-Friedlingen

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