Das Schulzentrum in Althengstett (Archivbild) Foto: Thomas Fritsch

Auch wenn die endgültige Entscheidung erst im Juli fällt, scheinen Abriss und Wiederaufbau von Real- und Gemeinschaftsschule vom Tisch zu sein. Wir erklären, was dahinter steckt.

Wie das Schulzentrum in Althengstett endgültig umgestaltet wird, ist noch offen. Sanierung oder Neubau – Ende März legten sich die Verbandsmitglieder aus Althengstett, Gechingen, Ostelsheim und Simmozheim noch nicht fest, in welche Richtung es gehen wird. Es gab zwar sechs grobe Vorplanungen für die Sanierung von Real- und Gemeinschaftsschule (GMS). Doch den Mitgliedern fehlten Informationen über Fördermöglichkeiten, Kosten und Raumbedarf. Und der Ostelsheimer Bürgermeister Ryyan Alshebl brachte einen möglichen Neubau ins Spiel.

 

Mit Abstand die teuerste Lösung

Inzwischen sind Verwaltungen und Schulleitungen aber einen Schritt weiter und sich einig, „dass ein Totalabriss der ganzen Schule und der Bau von zwei eigenständigen neuen Baukörpern nicht in Betracht zu ziehen ist“, sagt Rüdiger Klahm, Bürgermeister von Althengstett auf Nachfrage unserer Redaktion. Ein Neubau ist damit vom Tisch – und das hat drei Gründe: Die Bausubstanz würde einen Abriss und Wiederaufbau nicht erfordern. Und es „wäre mit Abstand die teuerste Lösung vom Gesamtvolumen und würde auch eine sehr lange Auslagerung aller Schüler in Container bedeuten“, erklärt Klahm.

Mitteltrakt soll abgerissen werden

Wie der Althengstetter Bürgermeister sagt, gilt derzeit eine Sanierungsvariante als Favorit: Der Mitteltrakt mit Aula soll abgebrochen werden und die Realschule einen Anbau bekommen. Bei der Gemeinschaftsschule würde dann ein zusätzliches Gebäude entlang der Schulstraße in Richtung Lehrerparkplatz entstehen. Doch Klahm macht deutlich: „Das letzte Wort hat aber letztlich die Verbandsversammlung.“ Und die geht am 9. Juli in die nächste Runde – dann soll den Mitgliedern auch eine Kostenschätzung präsentiert werden. Für Klahm steht fest: „Diese Variante hätte den Charme, dass beide Schulen räumlich vollständig voneinander getrennt werden können und eigene Schulhäuser haben.“

Unterricht in Containern während der Bauphase

Unterricht in Containern wäre zwar während der Bauphase nötig. Doch das würde sich in Grenzen halten, da die Bestandsgebäude weitestgehend erhalten werden. „Es könnten nämlich zuerst die neuen Gebäudeteile errichtet werden, sowohl für GMS und Realschule und diese dann bezogen und genutzt werden, bevor man den Mitteltrakt abreißt und den Bestand saniert“, erklärt Klahm.

Baustart wohl erst 2029

Im Haushalt des Nachbarschaftsschulverbands stecken für dieses Jahr 250.000 Euro für Planungskosten. Wie hoch die tatsächlich werden, wird sich zeigen. Und auch wann die Bagger dann wirklich rollen, ist derzeit unklar. Klahm rechnet nach jetzigem Stand mit dem Spatenstich in 2029. Zuerst müssen noch die Ausschreibung eines Wettbewerbs, ein Wettbewerb selbst, die Werkplanung und Ausschreibung der Gewerke erfolgen. Und dann ist da noch die Finanzierung: „Auch hier müssen wir die Fördermöglichkeiten abklären und selbst schauen, wie viel wir vier Kommunen am Ende des Tages finanziell stemmen können“, so der Althengstetter Bürgermeister.