Lange gab es keine Bewegung beim Thema Sanierung des Schulsportstadions. Nun soll der Bisinger Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung den Bebauungsplan beschließen.
Schon seit 14 Jahren diskutiert die Gemeinde Bisingen über eine Sanierung des Schulsportstadions beim Bisinger Schulzentrum – und es ging bisher im Schneckentempo voran. Nun jedoch rückt der Baustart „zeitgemäßes Stadion“, wie es sich die Gemeinde wünscht, näher: In der nächsten Gemeinderatsitzung soll der Bebauungsplan vorgestellt werden. Aus dem Bebauungsplan gehen bereits einige Details des künftigen Schulsportstadions hervor:
Kampfbahn und Fußballspielfeld
Demnach sollen die bestehenden Beläge der Laufbahnen im Schulsportstadion durch neue Kunststoffbeläge ersetzt werden. Für das bisherige Naturrasenspielfeld im Innern der Kampfbahn ist ein Kunstrasenbelag vorgesehen.
Des Weiteren sollen verschiedene Anlagen, darunter die Weitsprunganlage, erneuert werden; neu hinzukommen soll eine Speerwurfanlage.
Bolzplatz
Östlich des Sportstadions mit Laufbahn befindet sich derzeit ein Bolzplatz, dessen Zustand als äußerst marode beschrieben werden kann. Darauf soll eine Kita in Modulbauweise gebaut werden. Parallel zur Sanierung des Sportgeländes finden Neubau- und Sanierungsmaßnahmen der Kindergärten statt, weswegen besagtes Ausweichquartier auf dem Bolzplatz entstehen soll.
Wie lange diese Übergangslösung bestehen bleiben soll: Voraussichtlich sieben bis zehn Jahre, „eine exakte Dauer ist derzeit nicht bekannt“, heißt es im Bebauungsplan. Danach „könnte die Fläche seitens der Gemeinde für andere Zwecke des Gemeinbedarfs genutzt werden“ – beispielhaft genannt wird in der Sitzungsvorlage eine Einrichtung für die Sportanlage und das Stadion.
Umwelt und Artenschutz
Nach einer ausführlichen artenschutzrechtlichen Prüfung empfehlen die Ingenieure unter anderem, die vorgesehene Sechs-Mast-Flutlichtanlage insektenfreundlich zu gestalten. Dazu gehören eine vorgeschriebene Farbtemperatur und eine möglichst geringe Lichtintensität.
Nach einer Kostensteigerung in Höhe von rund zehn Prozent sprach die Verwaltung 2021 von 2,35 Millionen Euro für die Sanierung des Sportstadions. Eine weitere Kostensteigerung ist nicht auszuschließen, zumal sich das Vorhaben nun schon viele Jahre hinzieht. Das Problem: Mit jeder Kostensteigerung erhöht sich der Eigenanteil der Gemeinde, die Förderung des Bundes erhöht sich bei steigenden Kosten nicht.
Nächste Schritte
Wird der ausgearbeitete Bebauungsplan in der kommenden Ratssitzung beschlossen, soll er dem Landratsamt des Zollernalbkreises angezeigt werden. Im Falle einer Genehmigung durch die Behörde könnte das Bauvorhaben schließlich umgesetzt werden.
Doch selbst dann müssten die Bauarbeiten erst ausgeschrieben und Aufträge vergeben werden. Bis wirklich die Bagger vor Ort zu sehen sein werden, wird also erneut eine ganze Weile ins Land ziehen.