Im November 2025 haben die Rückbauarbeiten am Schulsportstadion Bisingen begonnen (Foto vom 9.11.25). Foto: Kauffmann

Während die Bauarbeiten am Schulsportstadion wegen Boden-Kalkung planmäßig ruhen, gehen die Planungen weiter. Was derzeit im Gespräch ist.

Die Baustelle ruht derzeit, aber es geht voran mit dem Neubau des Schulsportstadions in Bisingen. Die Baufirma kalkte den Boden, was eine kleine Pause erfordert. Das erklärte Roman Slezinger bei der Sitzung des Gemeinderats. Slezinger weiter: „Wir sind gut im Zeitplan.“

 

Das Wetter wäre ohnehin nicht so gut gewesen, dass es hätte schneller gehen können. Nachdem die Bauarbeiten im November 2025 starteten, wurden die Beläge der Bahn beprobt. Anlass dafür ist eine „Ersatzbaustoffverordnung“ aus dem Jahr 2023, die Bewertungskriterien neu definiert.

Wie Slezinger berichtet, gilt der rote Belag demnach als „gefährlicher Abfallstoff“, der einen „riesen Aufwand“ auslöste. So musste das Bauamt zunächst einen Antrag beim Landratsamt stellen, auf die Genehmigung warten und auch der Transport will organisiert sein. Alles in allem werden Rück- und Neubau deshalb etwas teurer: Es sind 53.850 Euro, die die Gemeinde mehr ausgeben muss – der Betrag wirkt im Vergleich zu den Gesamtkosten von rund 2,5 Millionen Euro vergleichsweise niedrig.

Geringfügig teurer

Weitere Überlegungen werden während der Bauarbeiten konkreter. Dazu gehört der barrierefreie Zugang zum neuen Stadion. Dieser soll an der Zufahrt liegen, sodass beeinträchtigte Menschen direkt eintreten können. Deshalb wird der Umgehungsweg laut neuer Planung um das komplette Stadion herumgeführt und verbreitert. Aufgrund der Verbreiterung entstehen zwar auch Mehrkosten, aber mit 9500 Euro ebenfalls in nur geringem Ausmaß.

Derweil hat die Gemeinde weitere Entwürfe für die Überdachung der Tribüne eingeholt. Die Kosten für den Bau des aktuellen Entwurfs liegen bei 150.000 Euro. Die neuen Varianten kosten 85.000 Euro und 55.000 Euro. Konsens im Gemeinderat war, die mittelteure Variante weiterzuverfolgen.

Gemeinderat Volker Büschgen schlug in diesem Zusammenhang vor, die Rückseite zumindest zum Teil abzudecken, damit der Tribünenbereich windgeschützter wird. Axel Güntner dazu: „Von Engstlatt zieht der Wind rein wie Hechtsuppe“ – gerade diese Windrichtung wäre also beim Thema Wind- und Wetterschutz zu berücksichtigen.

Kiosk, WC, Beleuchtung

Weitere Abstimmungen finden derzeit im Hinblick auf die Erschließung des Schulsportstadions mit Strom, Wasser und Abwasser statt. Wie Bürgermeister Roman Waizenegger berichtete, sind in diesem Zuge auch einige Ideen im Gespräch. Darunter ist ein Kiosk, der demnach künftig auch von den Schülern der angrenzenden Schulen genutzt werden könnte. Weiterhin angedacht sind sanitäre Anlagen. All das muss noch konkreter werden, erst dann sind hier weitere Kostenschätzungen möglich.

Mit der Sanierung des Schulsportstadions rückt darüber hinaus die Straße davor in den Fokus. Die Frage ist aktuell: „Was macht Sinn bezüglich der Straßensanierung?“, sagte Waizenegger. Den Alleencharakter wolle die Gemeinde „auf jeden Fall“ erhalten. Offen ist in diesem Bereich auch, ob und inwieweit die Straßenbeleuchtung erneuert wird.

Werden die Bauarbeiten wieder aufgenommen, kommt das Ende der Rückbauarbeiten in Sicht. Danach werden Drainagen gelegt und schon der Kunstrasen eingebaut. Bislang ist vorgesehen, dass die Sanierung bis Sommer 2027 abgeschlossen sein wird.

987.000 Euro

Die Kosten
für das Schulsportstadion werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Gefördert wird das Projekt mit 987.000 Euro. Das neue Schulsportstadion soll ein Ort der Gemeinschaft, der Begegnung und des Miteinanders werden. Das Projekt war schon seit mehr als 25 Jahren im Gespräch.