Bislang arbeitet die Schulsozialarbeiterin zu 30 Prozent an der Falkensteinschule. Zu wenig, um allen Kindern gerecht zu werden. Das sagt sie im Bericht. Der Gemeinderat reagiert.
Die Jugend- und vor allem die Schulsozialarbeit wird immer wichtiger – auch in Bad Herrenalb. In der jüngsten Gemeinderatssitzung waren Jugendreferentin Virginia Klumpp und Schulsozialarbeiterin Bettina Beier zu Gast, um ihre Jahresberichte vorzustellen.
Neun Streitschlichter
Beier ist Schulsozialarbeiterin an der Falkensteinschule mit einer Anstellung zu 30 Prozent. Noch. In einem späteren Tagesordnungspunkt derselben Sitzung beschloss der Gemeinderat nämlich auf Antrag der Fraktion Pro Herrenalb und Höhenorte, den Stellenumfang auf 50 Prozent zu erhöhen.
Beier berichtete von ihrer Arbeit. So habe sie in diesem Jahr mit 78 Kindern Einzelgespräche geführt. Dabei ging es um Streit mit Mitschülern, Konflikte oder auch psychische Belastungen. Zu ihrer Arbeit gehören auch Sozialtrainings sowie die Streitschlichter-Ausbildung. Von diesen Streitschlichtern gebe es derzeit neun an der Schule.
Auch aufgrund des geringen Stellenumfangs könnten nicht immer alle Fälle bearbeitet werden. „Manchmal fallen Kinder hinten runter leider“, so Beier, die auf Nachfrage versicherte: „Leerlauf gibt es ganz bestimmt eher nicht.“
Sehr hoher Migrationsanteil
Patricia Fischer, Schulleiterin der Falkensteinschule, war wegen der Übernahme der Trägerschaft der Hector-Akademie ebenfalls in der Sitzung. Auf Nachfrage sagte sie, dass der Migrationsanteil an der Schule bei 35 Prozent liege.
Zudem gebe es „jede Menge Kinder, die kein Deutsch können“.
Diese würden zuerst in speziellen Vorbereitungsklassen unterrichtet, in denen sie nur die Sprache lernen würden.
Spielenachmittag für Jung und Alt
Ebenfalls nur in Teilzeit ist Klumpp als Jugendreferentin bei der Stadtverwaltung angestellt.
Zudem ist sie noch Diakonin der Kirchengemeinde und mit weiteren Prozenten arbeitet sie auch noch in Dobel, um auf eine 100-Prozent-Stelle zu kommen.
Sie berichtete von den Aktivitäten, die sie über das Jahr organisiert hat.
Dazu gehört neben den regelmäßigen Jugendtreffs auch ein Spielenachmittag für Jung und Alt.
Zudem freute sie sich über die Anschaffung des Kleinbusses, mit dem nun auch Ausflüge und Fahrten in die Stadtteile einfacher möglich seien. Sie erwähnte, dass dieser Bus auch gemietet werden kann und dass dieses Angebot auch von Vereinen und Privatpersonen angenommen werde.