Daniela Oßmer und Mark Bläsius präsentieren ihre Arbeit als Sozialarbeiter. Foto: Weisser

In Zimmerns Schulen sorgt Schulsozialarbeit für Sicherheit, Zusammenhalt und Unterstützung – für Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen.

Hinter der Schulsozialarbeit an den Zimmerner Schulen stehen Mark Bläsius (Grund- und Werkrealschule) und Daniela Oßmer (Grundschule Stetten).

 

Beide haben in der jüngsten Gemeinderatssitzung sich und ihre Tätigkeit dem Gremium vorgestellt und allgemein die Bedeutung der Sozialarbeit an den Schulen hervorgehoben.

Unter Schulsozialarbeit – so die beiden - werde ein Angebot der Jugendhilfe verstanden, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich an der Schule tätig seien und mit Lehrkräften auf einer verbindlich vereinbarten und gleichberechtigten Basis zusammenarbeiteten.

Unterstützung bei Krisen

Schulsozialarbeit sei immer freiwillig und vertraulich. Die Schüler würden in schwierigen Lebenslagen (zum Beispiel familiäre Konflikte, Mobbing, Schulstress, Konfliktbewältigung und Mediation bei Streitigkeiten) begleitet. Zum Tätigkeitsfeld gehörten auch die Unterstützung bei psychosozialen Gesundheitsproblemen und bei psychischen Krisen.

Weitere Ansätze seien: Rollenspiele, Bildung eines Klassenrats, Gruppendiskussionen, kooperative Spiele und Themenaufgaben. Wichtig sei die Kooperation mit den Lehrkräften und den Eltern. In Elterngesprächen würden zum Beispiel bei Suchtproblemen oder finanziellen Nöten Informations- und Hilfsangebote vermittelt.

Schulsozialarbeit sei jedoch nicht isoliert zu betrachten, sondern Teil eines größeren sozialen Unterstützungsnetzes. Dieses umfasse Familien- und Jugendhilfereinrichtungen, psychologische Beratungsstellen, Polizei und Justiz und das Gesundheitswesen. Schulsozialarbeit bedeute: Prävention statt Reaktion. Frühzeitig würden Probleme erkannt. Man könne eingreifen, bevor sich diese verfestigten.

Soziale und emotionale Bedürfnisse

Ihre Tätigkeit – so Bläsius und Oßmer – fördere eine positive Schulkultur, trage zu einem respektvollen und unterstützenden Umfeld bei und entlaste die Lehrkräfte. Diese könnten sich stärker auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren, während das Schulsozialarbeitspersonal sich um die sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Schüler kümmert.

Die Zusammenarbeit zwischen Lehrtätigkeit und Schulsozialarbeit funktioniere in Zimmern gut, es herrsche ein guter Umgang miteinander, betonte Gemeinderätin Jeanette Hartmann. Sie ist gleichzeitig Elternbeiratsvorsitzende.