Für die Schulsozialarbeit an der Grundschule wird eine Vollzeitstelle geschaffen. Foto: Dold

Für die Schulsozialarbeit wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Vollzeitstelle geschaffen. Das beschloss der Gemeinderat.

Über den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg ist eine jährliche Förderung der Stelle über 16.000 Euro möglich. Zudem könnten vom Landkreis 12.000 Euro hinzukommen. An Gesamtkosten würden etwa 80.000 Euro pro Jahr anfallen.

 

Die CDU-Fraktion hatte zuvor beantragt, die Stelle von 50 auf 100 Prozent zu erhöhen und die Voraussetzungen für eine Besetzung im Stellenplan zu schaffen, erläuterte Kämmerer Karl-Heinz Villinger im Gemeinderat. Die Stelle sei nun vorgesehen und entsprechende Mittel im Haushaltsplan eingestellt. Ziel sei die unbefristete Besetzung der Schulsozialarbeiterstelle zum neuen Schuljahr 2026/27.

Konzepte entwickeln

Gemeinderätin Sandra Winterhalter – zugleich Schulleiterin der Grundschule Lauterbach – hatte Informationen zur Schaffung dieser Stelle. Die Grundschule sei keineswegs eine Brennpunktschule.

Allerdings lege man in der Ganztagsbetreuung großen Wert auf das Thema Prävention. „Dort sind auch Beratung und Gespräche mit den Eltern möglich – auch über Dinge, über oft mit den Lehrkräften nicht gesprochen wird“, sagte Sandra Winterhalter.

Neben der beratenden Tätigkeit könnten auch Konzepte entwickelt werden – beispielsweise für die Planung und Organisation der Arbeit in den Ferien. „Das wäre für unser Lauterbach ein Riesenmehrwert“, warb sie für die Schaffung der Stelle für die Schulsozialarbeit.

Heterogene Klassen

Derzeit besuchten 103 Kinder die Schule. Man habe aber nur die Lehrkräfte als pädagogisches Personal. Das sei in anderen Schulen anders. Zudem gebe es sehr heterogene Klassen mit verschiedenen Problemen. „Das ist sehr herausfordernd“, lautete ihre Einschätzung.

Man wisse nicht, gab Martin King zu bedenken, wie lange die Förderung anhalte, wenn die Stelle erst einmal geschaffen sei. Ansgar Fehrenbacher sprach sich aus finanziellen Gründen gegen die Schaffung der Stelle aus.

Das wollte Emile Epagna so nicht stehen lassen: „Es geht hier um 33.000 Euro Unterschied. Dann haben wir weniger Probleme. An der Bildung sollten wir nicht sparen“.

Britta Schondelmaier sah es so: „Ich bin dafür, dass wir anders denken als vor 20 Jahren“. Daher befürworte sie die neue Stelle.