Schulsozialarbeit ist längst ein fester Baustein im kommunalen Aufgabenpaket. Auch in Dornhan herrscht großer Bedarf. (Symbolbild) Foto: contrastwerkstatt - stock.adobe.com

Die Jugendarbeit in Dornhan kann auf viele Aktivitäten verweisen. Auch die Freizeiteinrichtung ist gut frequentiert. Stark gefordert sind die Schulsozialarbeiterinnen.

Die Stadt hat bereits im vergangenen Jahr die Schulsozialarbeit verstärkt. Dass Bedarf vorhanden ist, ging aus dem Bericht der beiden Schulsozialarbeiterinnen hervor. Ihr Tätigkeitsbereich umfasst unter anderem Einzelfallhilfen, Beratung, auch von Bezugspersonen, bei sozialen, schulischen und persönlichen Problemen. Hinzukommen die Arbeit mit den Klassen und Projekte.

 

Natalie Wilms. zuständig für die Realschule mit 330 Schülern, verzeichnete 2024/25 mehr als 150 Fälle, in denen sie gefragt war. Besonders beschäftigten sie die fünften Klassen. Fast jedes Kind sei bei ihr gewesen, manches sogar mehrfach. Schüler störten durch ihr Verhalten, es gebe Konflikte, Beleidigungen und Tätlichkeiten. Die Anfangsturbulenzen legten sich wieder, dürften aber nicht aus dem Blick gelassen werden.

Eltern und Lehrer sind eingebunden

Bei Siebt- und Achtklässlern ging es auch um Ängste und Depressionen. Neu in diesem Jahr ist in diesen beiden Klassen Sozialtraining, verbunden mit Fortbildung für Lehrer und Prävention. Die Schüler sollen dabei lernen, die eigene Meinung zu äußern, andere Meinungen zu respektieren und die Frustrationstoleranz zu trainieren. Es gehe auch um Menschenrechte und Demokratie. Lustig sei das für die Schüler zwar nicht, weil viel Disziplin dazu gehöre, sagte Natalie Wilms. Letzten Endes profitierten sie jedoch davon. Der Umgangston in den Klassen habe sich bereits verändert.

Bedarf auch an der Grundschule

Susanne Wellhäuser hatte an der Dornhaner Grundschule mit 175 Schülern 26 Einzelfallhilfen zu bearbeiten. Auch sie bietet Projekte in den Grundschulklassen an, so zur Prävention sexueller Gewalt und gewaltfreien Kommunikation. Bei den Viertklässlern kommt die Streitschlichterausbildung dazu.

Susanne Wellhäuser ist zusammen mit Robin Miller zusätzlich für die offene Jugendarbeit zuständig. Da geht eine ganze Menge, wie allein schon die Liste der Veranstaltungen und Aktionen zeigte: Weihnachtsfeier, Mitternachtssport, Jugendkino, Freizeitaktivitäten wie Schlittschuhlaufen oder Besuch des Europa-Parks, Teilnahme am Frühlingsmarkt und „Käpselefest“ oder Stadtradeln waren einige der Programmpunkte.

Die Freizeiteinrichtung Dornhan (FRED) im Eckhaus an der Balmerstraße ist offen für Schüler ab der fünften Klasse. Es gibt in dem Gebäude mehrere Aufenthaltsräume, inzwischen auch eine neue Küche. „Wir können richtig kochen“, freute sich Robin Miller. Fertig geworden ist im Frühjahr der Kinoraum für 24 Besucher. Eintritt werde nicht verlangt: „Es ist nicht kommerziell“, teilte Susanne Wellhäuser mit. Jüngste Veranstaltung war in Kooperationen mit Kirchen Ende Oktober in der Sporthalle das Hüpfburg-Event.

Viele Angebote

Gut angenommen wird der Mitternachtssport. Bei bis zu 100 Teilnehmern sei man auch schon an die Grenzen gestoßen. Mittlerweile seien es im Durchschnitt 80 Leute, teilte Miller mit. Der letzte Mitternachtssport in diesem Jahr findet am 19. Dezember statt.

Für den 17. November wird ein Jugendforum im Bürgersaal veranstaltet, bei dem sich die Besucher Gedanken über die Stadt machen. Bereits für 15. November ist ein Workshop zur Selbstorganisation des offenen Jugendtreffs geplant, und am 12. Dezember wird nochmals das Jugendkino geöffnet. „Es ist eindrucksvoll, was läuft“, stellte Bürgermeister Markus Huber am Ende des Vortrags fest.