Die Fassadensanierung an der Fünf-Täler-Schule in der Höfener Straße ist sehr aufwendig. Foto: Ulrike Knöller

Die Fassadensanierung am historischen Gebäude der Calmbacher Fünf-Täler-Schule am Standort Höfener Straße ist sehr aufwendig und dauert lange. Auch bis zum Abschluss der kompletten Sanierung wird es noch ziemlich lang dauern.

Die Sanierung der Fünf-Täler-Schule am Standort Höfener Straße wurde im Dezember 2020 auf den Weg gebracht und ist eines der größten – und teuersten – Projekte, das die Stadt Bad Wildbad in den kommenden Jahren zu stemmen hat. Der damalige Bürgermeister Klaus Mack bezeichnete die Sanierung als „das größte Sanierungsprojekt, das die Stadt jemals durchgeführt hat“.

 

Der aktuelle Stand war jetzt auch Thema in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs-, Sozial- und Tourismusausschusses (VST). Roland Schwabenland (SPD) fragte nach, weil ein Gerüst an der Fassade des historischen Teils angebracht sei, dort aber nicht gearbeitet werde.

Dem widersprach Stadtbaumeister Volkhard Leetz. Zunächst sei die Fassade sauber gemacht worden. Aktuell werde „immer wieder gearbeitet“ und zwar „zweimal pro Woche nachmittags, wenn keine Schüler da sind“, so Leetz weiter.

Zunächst sei ein Schadensbild erstellt worden. Dazu sei die komplette Fassade mit einer Hebebühne befahren worden. „Es gibt von jedem Stein ein Bild“, führte Leetz aus. Was gehe, werde vor Ort ausgetauscht. Andere würden vorbereitet und dann in größeren Teilen ausgetauscht.

Die Fassade befindet sich derzeit am von der Straße aus gesehen rechten Teil des Gebäudes. Der Aufzug bleibe auch dann stehen, wenn links eingerüstet werde. „Die Fassadensanierung wird fertig sein, wenn das A-Gebäude fertig ist“, sagte Leetz weiter.

Schwabenland fragte auch nach dem Fahrplan für den von ihm nach wie vor als „Neubau“ bezeichneten Teil der Schule, der bereits seit vielen Jahren steht und ebenfalls saniert wird.

Terminplan wird erstellt

Der Terminplan für diesen Teil B werde im Januar und Februar erstellt, die Arbeiten sollen Ende des nächsten Jahres fertig sein.

Bis die Baumaßnahme in allen drei Bauabschnitten – also Sanierung und Neubau des Teils C – abgeschlossen ist, dauert es aber noch länger. Es werde „Ende 2027, bis alle drei Abschnitte fertig sind“, so Leetz abschließend.

Bereits in der April-Sitzung dieses Jahres hatte der kürzlich ausgeschiedene SPD-Stadtrat Dieter Gischer die „große Bitte“ geäußert, einen aktuellen Stand in Sachen Finanzen zu erhalten. Öffentlich wurden keine Zahlen genannt. Ursprünglich lagen die geplanten Kosten bei rund zwölf Millionen Euro. Bereits im November 2022 sagte Leetz, dass man bereits bei Kostensteigerungen von mehr als 30 Prozent sei. Somit dürfte die Sanierung deutlich teurer werden als ursprünglich geplant – und auch, wenn die ursprüngliche Fördersumme von 6,7 Millionen aufgestockt werden sollte, bleibt doch ein großer Batzen an der ohnehin klammen Stadtkasse hängen.