Der sportliche Wettkampf, aber auch jede Menge Spaß, Stargäste und Showeinlagen standen im Mittelpunkt der inzwischen zehnten Schulolympiade im Landkreis Freudenstadt. 23 weiterführende Schulen haben teilgenommen.
Die Chance, sich den Wanderpokal zum dritten Mal – und damit endgültig – zu sichern, hat das Gymnasium Dornstetten verpasst. Sieger der zehnten Schulolympiade war das Martin-Gerbert-Gymnasium (MGG) in Horb, das den Wettkampf mit dem minimalsten Abstand von einem einzigen Punkt vor der Realschule Pfalzgrafenweiler gewonnen hat.
23 Schulteams haben teilgenommen und ihr sportliches Können an den verschiedenen Stationen in der Sporthalle in Pfalzgrafenweiler, dem traditionellen Austragungsort der Schulolympiade, unter Beweis gestellt.
Los ging das Spektakel nach dem Countdown mit dem musikalisch eindrucksvoll untermalten Einzug der jeweils zehnköpfigen Teams und der Schulsportmentoren, die mit Flagge und Fackel für olympisches Flair in der Halle sorgten. Moderator und Organisator war Lars Waffenschmidt. Zum Unterstützerteam gehörten neben Bärbel Daubenberger und Birgit Kipp auch Christian Graf sowie Rainer Kipp und Edith Reichel im Wettkampfbüro.
Die Riege der Ehrengäste war mit Vorstand Martin Schmiederer als Vertreter der Volks-und Raiffeisenbanken im Landkreis (Hauptsponsor), Ulrike Schira und Karl Henne vom Schulamt Rastatt, Sportkreispräsident Alfred Schweizer, Karl Josef Rebmann (Kipp Group) sowie Frercks Hartwig als Vertreter für die Sportart Street Racket und Dieter Eberhardt von Eigen-Sinn lang.
Den eindrucksvollen Show-Act übernahm mit Louis Buß alias „Light“ einer der besten professionellen Breakdancer im Lande.
Im Foyer der Halle gaben die beiden Stargäste Nathalie Armbruster (Vize-Weltmeisterin Nordische Kombination) und Martin Strobel (ehemaliger Handball-Europameister) eine Autogrammstunde.
Armbruster, Abiturientin am Kepler-Gymnasium, war 2020 selbst Teilnehmerin an der Schulolympiade. Die doppelte Belastung durch Wettkämpfe und Abitur sei manchmal schon „wahnsinnig anstrengend“, bekannte die Schülerin. Zum Sport kämen auch Termine wie Dopingkontrollen und Fahrten hinzu, die sie oft auch zum Lernen nutze. Die Schule unterstütze sie sehr gut. Es lohne sich, für die Ziele zu kämpfen, man lerne dabei nämlich auch sehr viel über sich selbst und für das Leben.
Strobel mahnte dazu, besonders in den Phasen, in denen es nicht so gut läuft, den eigenen Traum nicht aus dem Blick zu verlieren. Er selbst habe nicht nur bei der Europameisterschaft in Polen und bei den Olympischen Spielen in Rio 2016, sondern vor allem bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land 2019 trotz der dort zugezogenen Verletzung „tolle Momente, bei denen ich sehr viel mitgenommen habe“, erlebt.
Schirmherr und Landrat Klaus Michael Rückert lobte die hervorragende Organisation des „bedeutendsten Sportereignisses im gesamten Landkreis“, an dem in den vergangenen Jahren 210 Mannschaften teilgenommen hätten. „Hier wird Sport gelebt, hier wird Freude gelebt und hier wird Landkreis Freudenstadt gelebt“, so Rückert euphorisch. Sport diene der Gesundheit und fördere die Kameradschaft und das Zusammenleben. Nach der überwundenen Corona-Zeit brauche man genau das dringender denn je. „Dabeisein ist alles“, sagte Rückert zur Intention.
Nach dem Aufwärmtraining mit fetziger Musik starteten die Teams an den verschiedenen und jeweils doppelt aufgebauten Stationen und versuchten dabei, beispielsweise als Pendelstaffel eine Slackline ohne Bodenkontakt zu überqueren oder im Viererteam mit Matte und darauf liegendem Ball ein Wendemal zu umrunden, ohne dass der Ball herunterfällt. Neben der Balance und Geschicklichkeit war dabei die Geschwindigkeit entscheidend. Bei der Sprint-Pendelstaffel gab es pro gelaufener Strecke 50 Cent vom Hauptsponsor für die Stiftung Eigen-Sinn.
Die traditionell bei diesem Event vorgestellte „Trendsportart“ war in diesem Jahr das „Street Racket“ (Tennis auf der Straße), das von Frercks Hartwig von der mobilen Tennisschule Horb gezeigt wurde, als Anregung für die Umsetzung in einer Sport AG oder im Unterricht.
Für die besten Leistungen gab es, nach Schularten getrennt, Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie Urkunden für alle 230 Teilnehmer. Der Wanderpokal hat nach zwei Jahren in Dornstetten mit dem Martin-Gerbert Gymnasium Horb jetzt eine neue Heimat gefunden
So haben die Schulen abgeschnitten
Gesamtbewertung
1. Martin-Gerbert-Gymnasium Horb (208 Punkte), 2. Realschule Pfalzgrafenweiler (207 Punkte), 3. Weizsäcker-Gymnasium Baiersbronn (192 Punkte), 4. Gymnasium Dornstetten (191 Punkte), 5. Kepler-Gymnasium Freudenstadt (171 Punkte), 6. Realschule Dornstetten (168 Punkte), 7. Gemeinschaftsschule Loßburg (160 Punkte), 8. Johannes-Gaiser-Realschule Baiersbronn (148 Punkte), 9. Kepler Werkrealschule (145 Punkte), 10. Realschule Oberes Kinzigtal (136 Punkte), 11. Werkrealschule Pfalzgrafenweiler (130 Punkte), 12. Progymnasium Alpirsbach (130 Punkte), 13. Werkrealschule Dornstetten (129 Punkte), 14. Falkenrealschule Freudenstadt (122 Punkte), 15. Realschule Horb (121 Punkte), 16. Gemeinschaftsschule Schopfloch (106 Punkte), 17. Werkrealschule Oberes Kinzigtal (83 Punkte), 18. Johannes-Gaiser-Werkrealschule Baiersbronn (82 Punkte), 19. Christophorus-Schule Freudenstadt (68 Punkte), 20. Gemeinschaftsschule Horb (64 Punkte), 21. Roßbergschule Horb (56 Punkte).
Ohne Wertung
Pestalozzischule Horb und Eichenäcker-Schule Dornstetten.