Viele packten beim symbolischen Spatenstich des Erweiterungsbaus der Gemeinschaftsschule Weil am Rhein mit an (v.l.): Joachim Hußmann von Via Bau, die Architekten Frank Hovenbitzer, Jürgen Moser und Katja Eckert (Büro Moser), Claudio Bergermann, die Schülersprecherinnen Enya Warken und Johanna Hansen mit Schulleiter Burkhard Keller in ihrer Mitte, Oberbürgermeisterin Diana Stöcker, Gemeinderätin Simone Brobeil, Bürgermeister Lorenz Wehrle, Hauptamtsleiterin Annette Huber und Falk Richter von der Baufirma Dreher und Dreher. Foto: Beatrice Ehrlich

Weil sie aus allen Nähten platzt und mehr Fachräume benötigt, wird die Gemeinschaftsschule in Weil am Rhein um einen Neubau erweitert.

Das Bauvorhaben in zukunftsträchtiger Holz-Hybrid-Bauweise stieß schon im Vorfeld auf großes Interesse bei der Stadtgesellschaft.

 

Bereits in rund zwei Jahren, zum Schuljahresstart 2027/28, sollen die ersten Schüler hier einziehen.

Mit einem zusammen mit der Schule umgesetzten innovativen und modularen Raumkonzept setzt die Arbeitsgemeinschaft der Lörracher Architekturbüros Moser sowie Wilhelm und Hovenbitzer Standards im Schulbau.

Wie so oft, muss die Aufgabe gelöst werden, auf begrenztem Raum eine große Vielfalt von Nutzungsmöglichkeiten unterzubringen. Betrachtet man, was in dem neuen, fünfgeschossigen Gebäude alles unterkommen soll, kann dies gelingen.

„Ein inspirierendes Lernumfeld schaffen“

Neue Klassenräume für gemeinsames Lernen werden entstehen, daneben Räume für Differenzierung und individuelles Lernen, geht Oberbürgermeisterin Diana Stöcker in ihrer Rede zum Spatenstich ins Detail. „Unsere große Hoffnung ist es, mit diesem Erweiterungsbau ein inspirierendes und unterstützendes Lernumfeld zu schaffen“, sagt sie.

Schüler der Gemeinschaftsschule Weil am Rhein umrahmten den Spatenstich für den Neubau musikalisch. Foto: Beatrice Ehrlich

Burkhard Keller, der Leiter der Gemeinschaftsschule, ist auch beim Spatenstich dabei. Er lobt die konstruktive Zusammenarbeit. „Ich hatte das Gefühl, ich konnte den Bau mit planen“, freut er sich. So sei er von Beginn an bei der Planung der dringend benötigten neuen Fachräume miteinbezogen worden. Er konnte so nicht nur über deren Bestückung dieser Räume mit Geräten, sondern auch über die räumlichen Zuschnitte und die Ausstattung mitentscheiden. Ein Veranstaltungssaal für Konzerte, wie ihn die Gemeinschaftsschule bisher nicht hatte, ist auch Teil des Neubaus. Dieser kann aber durch das Einziehen von Zwischenwänden auch umfunktioniert werden, wenn gerade kein Konzert ansteht.

Auch dass im Sockelgeschoss ein Teil der Parkplätze erhalten werden kann, freut Keller. Wird doch der Neubau auf dem ehemaligen Lehrerparkplatz errichtet. Neben elf Auto-Stellplätzen wird unter dem Gebäude Platz für sechs Fahrräder geschaffen. Weitere Parkplätze sollen im näheren Umfeld die Schule bereit gestellt werden.

Viele Weiler Schüler entscheiden sich für die Gemeinschaftsschule

Die Gemeinschaftsschule in Weil am Rhein erfreut sich steigender Beliebtheit, macht OB Stöcker in ihrer Ansprache deutlich. Sie hatte in den vergangenen Schuljahren stets mehr als 500 Schüler und die Übergangszahlen nach der Grundschule liegen über dem Landesschnitt.

Oberbürgermeisterin Diana Stöcker steuert einen Bagger unter Aufsicht von Baggerführer Michael Leschke: Vom Heben des Baggerarms... Foto: Beatrice Ehrlich

In der Klasse fünf würden in der Regel vier Eingangsklassen gebildet, so Stöcker. Dafür reichen die vorhandenen Räume der ehemaligen Werkrealschule nicht aus. Zur Zeit sind daher an der Schule auch Container im Einsatz. Im September 2023 hatte der Gemeinderat Weil am Rhein dem Erweiterungsbau seine Zustimmung erteilt und im November 2024 die Baufreigabe für das Projekt mit Kosten in Höhe von 9,9 Millionen Euro erteilt.

Oberbürgermeisterin steuert Bagger

Nach dem Spatenstich nimmt die Oberbürgermeisterin noch auf dem Fahrersitz des 30-Tonnen-Löffelbaggers Platz und lässt sich von Baggerführer Michael Leschke von der Firma Dreher und Dreher in die Kunst des Steuerns einer Baggerschaufel einweisen.

... bis zu einer vollen Ladung Aushub. Foto: Beatrice Ehrlich

Von den Zusehenden gibt es danach Applaus. „Es ist erstaunlich, wie feinfühlig man vorgehen muss, wie genau der Baggerarm reagiert“, sagt sie nach ihrer Premiere am Bagger-Steuer.