Umfangreiche Sanierungsarbeiten sind an der Friedensschule in Trossingen geplant. Foto: Schule

Umfangreiche Bauarbeiten sind an der Friedensschule geplant. Und das gibt es für rund 1,4 Millionen Euro.

Friedensschule erhält neuen Pausenhof Zwei Trampoline, eine Drehscheibe, mehr Grün, zusätzliche Sitzmöglichkeiten und überdachte Fahrradstellplätze – die Stadt investiert nächstes Jahr in die Außenanlage und den Sockel des denkmalgeschützten Gebäudes.

 

Der Asphaltbelag des Schulhofes weist zahlreiche Risse auf und muss deshalb erneuert werden, dazu gehört auch, dass der Unterbau ordentlich ausgekoffert und erneuert wird. Ursprünglich war lediglich vorgesehen, den Asphalt auszubessern, doch die Mängel sind doch zu gravierend. Rund 1,4 Millionen Euro sind für die Arbeiten eingeplant.

Das Architekturbüro Schuler und Winz (Balingen) stellte die Pläne nun im Gemeinderat vor, es hat bereits die Außenanlage eines Kindergartens in Trossingen gestaltet und ist auch in der Umgebung tätig gewesen.

Weitere Bäume anpflanzen

Die Landschaftsarchitekten wollen die Lindenbaumreihe im Schulhof aufweiten und weitere Bäume anpflanzen sowie Sitzdecks aus Holz anlegen. Ein Teil der Bodenfläche wird gepflastert, das große Spiel- und Klettergerät im Schulhof bleibt stehen, eine Tischtennisplatte wird es auch künftig geben. Ein Niederseilgarten wird angelegt, die Radstellplätze werden überdacht.

Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat bestätigte Rektorin Sandra Heizmann, dass die Radstellplätze benötigt werden. Die weißen Markierungen auf dem Asphalt für die Fahrradprüfung werden neu angelegt.

Eine längere Diskussion im Gemeinderat gab es über die vorgeschlagene Zisterne, mit der könnte der städtische Bauhof zur Bewässerung der städtischen Grünanlagen das Regenwasser nutzen, das von einer Dachhälfte der Friedensschule kommt. Wirtschaftlich betrachtet ist der Einbau einer Zisterne nicht rentabel.

75 000 Euro erscheint zu teuer

Bei den vom Planungsbüro angegebenen Investitionskosten von 75 000 Euro und jährlichen Einsparungen von 1019 Euro liegt die Amortisationszeit bei 74 Jahren, weshalb die Stadtverwaltung vorschlug, auf die Zisterne zu verzichten. Dennoch fand eine Reihe von Stadträten, dass Regenwasser eine ressourcenschonende Alternative zur Nutzung von Trinkwasser darstellt.

Jürgen Vosseler (CDU) zweifelte die hohen Kosten für die Zisterne an: „Es muss doch möglich sein, eine Zisterne für 35 000 Euro zu bauen“, stellte er eine eigene Kalkulation auf. Nun soll die Zisterne einfach mit ausgeschrieben werden, der Gemeinderat kann dann selbst noch entscheiden, ob sie gebaut wird – je nach Preis.

Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr durchgeführt werden. Als Teil der Gebäudesanierung soll darüber hinaus 2026 der Sockel der denkmalgeschützten Schule für rund 650 000 Euro saniert werden, dazu muss auch der Untergrund vor dem Sockel ausgekoffert.

Zur Sockelsanierung gehört auch die Erneuerung der Abwasserleitungen, die Abdichtung des Gebäudesockels und die Erneuerung der Lichtschächte. Der Gemeinderat vergab auch diese Arbeiten von der Entwurfsplanung bis zur Bauüberwachung an das Architekturbüro aus Balingen.