Wegen Asbestsanierung müssen Teile der Gewerblichen Schulen Donaueschingen ausziehen – und das gleich für zwei Jahre. Wohin man ausweicht, steht jetzt fest.
Wie geht es bei den Gewerblichen Schulen Donaueschingen weiter? Über den aktuellen Stand berichtete Stefan Löffler, der Leiter des Amtes für Schule, Hochbau und Gebäudemanagement, im Kreisausschuss für Bildung und Soziales.
Im Rahmen der Schulsanierung habe man leider herausgefunden, „dass wir da ein Thema haben“ – Asbest heißt hier unter anderem das Stichwort. Der Baustoff, in den 1980ern gerne und oft verwendet, steckt hier in Fugen, genauer in rund 500 laufenden Metern Lücke zwischen dem Kalksandstein an den Wänden und einer Betonschicht.
Man hat es dabei mit sogenannten schwach gebundenen Asbestschnüren zu tun. Deren Fasern können leicht freigesetzt werden und müssen entfernt werden.
Dafür – so hat man es mit einer Spezialfirma im Rahmen einer Mustersanierung in einem Raum ausprobiert – werden die Wände abgeklebt und das betroffene Material aus den freigelegten Dichtungsspalten herausgesaugt und -gekratzt. Das hat sich offenbar als praktikabel erwiesen und kann so umgesetzt werden, wodurch eine noch aufwendigere Maßnahme verhindert werden kann.
Werkstatt muss weichen
Unterm Strich führt es aber doch dazu, dass der betroffene Teilbereich der Schule – Werkstatt und einige Fachräume – ausgelagert werden muss. Dafür hat man ein Ausweichquartier gefunden: die ehemalige Stadelmannhalle. Das große Gebäude wird angemietet und soll unter anderem auch dazu dienen, die Maschinen aus der Werkstatt hier unterzubringen. Die Dauer der Auslagerung wird laut Amtsleiter Löffler derzeit auf zwei Jahre taxiert.
Mit der Schadstoffsanierung in der Schule soll baldmöglichst begonnen werden. Dafür muss die Maßnahme nun noch ausgeschrieben werden. Was die Kosten angehe, habe man für die eigentliche Sanierung der Schule 13,3 Millionen Euro bis 2028 durchfinanziert, so Stefan Löffler. „Die Kosten für Schadstoffsanierung kommen noch on top dazu“, fasste er im Ausschuss zusammen. Hier gehe man derzeit von rund zwei Millionen Euro aus.