Mit dem Spatenstich beginnt ein neues Kapitel für die Ostbaarschule im Stadtteil Oberbaldingen. Von links: Jürgen Wenzler, Petra Schmidtmann, Marcus Limberger, Bürgermeister Jonathan Berggötz, Patrizia Schneider, Ortsvorsteher Pascal Wölfle, Markus Stein, Simon Haberer, Vedran Bilić und Stephan Bantle feierten diesen besonderen Moment. Foto: Stadt Bad Dürrheim

Mit der Erweiterung der Ostbaarschule beginnt ein zukunftsweisendes Bauprojekt, das den Ganztagsbereich der Schule maßgeblich aufwerten wird.

Die Erweiterung der Ostbaarschule im Stadtteil Oberbaldingen ist mit Gesamtausgaben von 2,8 Millionen Euro ein fester Bestandteil des städtischen Haushaltsplanes. Konkret geht es bei dem Projekt um die Vergrößerung des Ganztagsbereichs.

 

Hierzu ist ein so genannter erdversunkener Erweiterungsbau geplant. Grund für diese besondere Art der Gebäudegestaltung ist, dass sowohl die Sicht auf die Kirche gewahrt, als auch die Spielfläche im Schulhof weiterhin nutzbar bleiben soll. Diese Bedingungen werden durch das in die Erde eingelassene Gebäude erfüllt, den der fertige Bau ragt später nur ungefähr zwei Meter aus dem Boden heraus. Zudem kann das Oberdeck bespielt werden.

Für die nötige Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sorgt hier ein Geländer. Auch der freibleibende Innenhof wird aufgewertet. Geplant sind eine Terrassierung, begrünte Zwischenflächen und moderne Sitzblöcke. Außerdem soll eine Zisterne eingebaut werden, die das Regenwasser speichert und für die Bewässerung der Grünflächen genutzt werden kann. Die Idee zum erdversunkenen Neubau hatte Jürgen Wenzler, Bauplaner der Stadt.

Verschiedene Anforderungen

Der offizielle Spatenstich fiel vergangene Woche mit Bürgermeister Jonathan Berggötz, Ortsvorsteher Pascal Wölfle, Schulrektorin Patrizia Schneider, Stadtbaumeisterin Petra Schmidtmann, dem städtischen Bauplaner Jürgen Wenzler, dem Fachbereichsleiter für Bildung, Soziales und Politik Markus Stein, Statiker Marcus Limberger vom Ingenieurbüro Limberger und Gilly, Stephan Bantle und Vedran Bilić von der beauftragten Baufirma Steudtner und Bantle Bau aus Tannheim sowie Simon Haberer vom kooperierenden Baggerbetrieb Staiger aus Niedereschach.

„Der Erweiterungsbau ist gut durchdacht und erfüllt verschiedenste Anforderungen an den späteren Schulalltag“, lobte Bürgermeister Berggötz das Projekt. Auch Ortsvorsteher Wölfle freute sich über den Start der Baumaßnahmen: „Die Erweiterung der Ostbaarschule stellt einen großen Mehrwert für den Stadtteil Oberbaldingen dar und ich bin positiv gestimmt, dass sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen werden, denn das ist das Wichtigste.“

Besonderer Meilenstein

Vor allem Rektorin Schneider liegen die Qualitätssicherung im Alltag und die Zukunft der Schülerinnen und Schüler sehr am Herzen. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für den besonderen Meilenstein, der nun für die Ostbaarschule gelegt wurde. Die erste Baumaßnahme ist ein großflächiger Baugrubenaushub, der die spätere Grundlage für den Erweiterungsbau bildet. Dieser erfolgt in zwei Schritten: Zuerst wird die obere, nährstoffreiche Humus-Schicht abgetragen und aufgeschoben, um später weiterverwendet werden zu können. Anschließend kann das darunterliegende Erdreich, das vor allem sehr steinig und lehmhaltig ist, ausgehoben und abtransportiert werden.

Fertig Ende 2026

Im weiteren Verlauf folgen die Rohbauarbeiten sowie ein Anschluss an die Entwässerung. Mit der Fertigstellung der Bauarbeiten ist bis Ende 2026 zu rechnen. „In die Bildungseinrichtungen unserer Stadt zu investieren bedeutet weit mehr als eine bauliche oder finanzielle Maßnahme – es ist ein gezielter Schritt, um gute Rahmenbedingungen zu schaffen und den Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Chancen auf Bildung, Entwicklung und Teilhabe zu ermöglichen. Die Erweiterung im Ganztagsbereich deckt zudem auch die Anforderungen an die Betreuung von Grundschulkindern ab“, fasste Bürgermeister Jonathan Berggötz dieses besondere Bauprojekt zusammen.

Erweiterungsbau

Die Erweiterung
der Ostbaarschule wird durch Mittel von Bund und Land gefördert. Im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau beträgt die Zuwendungshöhe maximal 70 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben der Maßnahme, in diesem Fall 1,146 Millionen Euro. Aus der Schulbauförderung kommen weitere 175 000 Euro an Fördergeldern hinzu, außerdem fließen aus dem Ausgleichstock des Landes 500 000 Euro mit ein. Der Bund unterstützt im Rahmen der KfW-Förderung für klimafreundliche Neubauten, die nicht als Wohngebäude genutzt werden, mit 39 500 Euro. Zusätzlich wird das Projekt durch den Fördertopf Naturenergie mit 19 400 Euro gefördert. Der Bau kostet insgesamt nach aktueller Kalkulation 2,8 Millionen Euro.