Schüler der Christy-Brown-Schule. Foto: Christy-Brown-Schule

An den sonderpädagogischen Bildungszentren (SBBZ) wie der Carl-Orff-Schule Villingen und der Karl-Wacker-Schule Donaueschingen, wird eine Zunahme der Schülerzahl prognostiziert.

An der Christy-Brown-Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, steht eine Sanierung und Erweiterung an.

 

Eltern sollen auch weiterhin wählen können, ob ihr Kind inklusiv an einer Regelschule oder einem SBBZ unterrichtet wird. Kerstin Greimel, Schulleiterin der Christy-Brown-Schule, stellte für alle SBBZ eine angespannte Unterrichtsversorgung mit der Konsequenz eines eingeschränkten Unterrichts fest. „Klassen werden vergrößert, statt sechs Schüler wie nach dem Erlass vorgesehen, sind dann acht bis neun in einer Klasse“, so Greimel. „Wir haben mehr Schüler mit Mehrfachbehinderungen und auch die Problematik eines zunehmend herausfordernden Verhaltens.“

Dies bestätigte auch Michael Fraas, Schulleiter der Carl-Orff-Schule in Villingen: „Wir hatten jahrelang immer um die 90 Schüler, jetzt sind es 155.“ Die Lehrerversorgung liege bei 82 Prozent. Auch in den kommenden Jahren zeichne sich ein steigender Trend ab.

Schulleiter Fraas spricht von einem hohen Migrantenanteil und dass auch viele Schüler mit Autismus-Spektrum-Störungen gefördert werden. Neu hinzugekommen bei den Schulen des Kreises ist in den letzten Jahren die digitale Infrastruktur und die pädagogische Begleitung von Jugendlichen (AVdual). Die Abgrenzung zwischen Kreis- und Landesaufgaben sei manchmal schwierig, sagte Andreas Meßmer. So explodieren seinen Angaben zufolge die Kosten für die kommunale Seite, weil sonderpädagogische Kräfte, die vom Land gestellt werden sollten, fehlen, weshalb der Landkreis die Lücke mit Schulbegleitern füllen müsse. Laut Schulentwicklungsplan ist weiterhin ein differenziertes Angebot an höheren Abschlüssen vorgesehen.