Die Kommune investiert massiv in Bauprojekte für ihre Bürger, insbesondere in die sanierungsbedürftigen Schulen. Nun wurde im städtischen Ausschuss der Stand der Dinge erläutert. Die Erkenntnis: Es wurde viel erreicht – aber die Aufgaben bleiben gewaltig.
„Investitionen in die Bildungseinrichtungen bleiben eine zentrale Aufgabe für die Stadt“, erklärte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic im Ausschuss für Umwelt und Technik. Der personelle Rahmen im Fachbereich Hochbau sei im Vergleich zu 2024 nahezu unverändert. Von den 30,5 Stellen sind aktuell vier unbesetzt. „Alle offenen Stellen sind ausgeschrieben“, berichtet Robert Schäfer, Leiter des Fachbereichs. Trotz der wirtschaftlich stagnierenden Lage steigen die Baupreise weiter an. Laut Statistischem Bundesamt seien die Preise für Ausbauarbeiten in Gebäuden im Vergleich zum Vorjahr um fast vier Prozent gestiegen.
Fridolinschule
Der Umzug der Fridolinschule ist für die Osterferien 2025 terminiert. Das Sanierungsprojekt und der Neubau der Sporthalle stehen kurz vor dem Abschluss. Für die Gesamtmaßnahme – inklusive Ertüchtigung der Neumattschule als Ausweichschule und Digitalisierung rechnet die Stadt mit rund 14,7 Millionen Euro – rund 200 000 Euro mehr als geplant, so die Verwaltung.
Hans-Thoma-Gymnasium
Am Hans-Thoma-Gymnasium werden Brandschutzmaßnahmen umgesetzt, einschließlich eines zweiten Rettungswegs. Die prognostizierten Kosten liegen bei rund 3,6 Millionen Euro. Aktuell laufen juristische Verhandlungen mit einem Auftragnehmer über Mängelbeseitigung und Fertigstellung, so Schäfer. Die Abnahme des zweiten Rettungswegs ist für Ende 2025 geplant.
Grundschule Tumringen
Die Schulgemeinschaft der Grundschule Tumringen wird während der Modernisierung auf dem Nachbargrundstück in einer Containerschule untergebracht. Aktuell wird die Ausführungsplanung für die Sanierung des Schulgebäudes erstellt und die Ausschreibungen vorbereitet.
Die Kosten der Sanierung betragen rund 5,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für die Interimslösung werden mit 857 000 Euro veranschlagt – zuzüglich der Mietkosten.
Theodor-Heuss-Realschule
Die Sporthalle der Theodor-Heuss-Realschule wurde aufgrund von Sicherheitsmängeln außer Betrieb genommen. Sie steht zum Schuljahresbeginn 2024/2025 wieder zur Verfügung. Die Kosten betragen etwa 370 000 Euro, wobei die Stadt rund 50 000 Euro Sportstättenförderung erhält.
An der Realschule müssen zudem der Treppenaufgang am Haupteingang, der Windfang und die Verschattung der Passerelle erneuert werden. Die Kostenberechnung für diese Baumaßnahmen liegt bei 970 000 Euro.
Hebelgymnasium
Das Flachdach des Erweiterungsbaus aus dem Jahr 1980 wurde saniert. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 646 000 Euro. Derzeit wird die Installation der PV-Anlage vorbereitet. Zusätzlich wird im Mittelbau der Schule der Fenstertausch fortgeführt.
Hellbergschule
Die Hellbergschule und die angrenzende Sporthalle sind sanierungsbedürftig. Im ersten Schritt werden Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Die Kosten: rund 240 000 Euro. Die Maßnahmen umfassen auch die Einrichtung eines zweiten Rettungswegs und sind für das laufende Jahr geplant. Die Planung zur Sanierung der Hellbergschule soll nach dem Beschluss des Schulentwicklungsplans beginnen, der in diesem Sommer beschlossen werden soll.
Das Erdgeschoss eines Gebäudes in der Albertusstraße 9 wird für die Ganztagsbetreuung der Hellbergschule hergerichtet. Die Kostenkalkulation: 170 000 Euro.
Astrid-Lindgren-Schule
Im Altbau der Schule wurde der zweite Rettungsweg installiert. Die Baumaßnahme wurde mit der Fertigstellung der Fenster im Dezember 2024 abgeschlossen. Die Verwaltung beziffert die Kosten mit 391 000 Euro.
Kindergarten Haagen
Der evangelische Kindergarten Haagen soll als zweigeschossiger Neubau in Holzbauweise errichtet werden. Planung und Kostenberechnung sehen ein Finanzvolumen in Höhe von rund 6,7 Millionen vor. Der geplante Baubeginn ist im Herbst 2025 vorgesehen.
Kindergarten Tumringen
Auch der Kindergarten in Tumringen wird mit einem zweiten Rettungsweg ausgestattet. Die Kostenberechnung liegt bei etwa 223 000 Euro. Die Fertigstellung ist für den April 2025 geplant.
Ehemaliges Polizeirevier
Das ehemalige Polizeirevier wird zu einer Anschlussunterbringung für geflüchtete Menschen umgebaut.
Die Entwurfsplanung und Kostenberechnung sehen einen Betrag in Höhe von 5,35 Millionen Euro vor. Der Baubeginn ist für Sommer 2025 vorgesehen.
Anschlussunterbringung
Die Anschlussunterbringung Neumatt-Brunnwasser wird mit Wohncontainern erweitert. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 1,22 Millionen Euro.
Die Fertigstellung ist bis Ende 2025 geplant.