Die Schulleitung gibt Einblick in Organisation, Unterricht und pädagogische Schwerpunkte der Realschule in Wildberg.
Rund 450 Schülerinnen und Schüler besuchen die Realschule am Bildungszentrum Wildberg. In einem Gespräch gaben Konrektor Jochen Fouquet und Judith Walter, Mitglied der Schulleitung, Einblicke in den Schulalltag, die Unterrichtsgestaltung und die Weiterentwicklung der Schule.
Die Realschule umfasst die Klassenstufen fünf bis zehn und ist in insgesamt 19 Klassen organisiert. Neben dem regulären Bildungsangebot zeichnen sich vor allem der bilinguale Zug sowie das Sportprofil als besondere Schwerpunkte aus. Mit rund 40 Lehrkräften zählt das Bildungszentrum Wildberg zu den zentralen weiterführenden Schulen im Stadtgebiet.
Digitalisierung mit Augenmaß
Ein zentrales Thema im Schulalltag ist die Digitalisierung. In den Klassen acht bis zehn arbeiten alle Schülerinnen und Schüler mit iPads, auch die Lehrkräfte sind entsprechend ausgestattet. Der Einsatz der digitalen Geräte erfolgt dabei als unterstützendes Werkzeug.
„Es geht nicht darum, den Unterricht vollständig zu digitalisieren, sondern digitale Medien gezielt und sinnvoll einzubinden“, betont Fouquet. Während der Prüfungen werden die Tablets nicht genutzt, klassische Arbeitsformen bleiben weiterhin ein fester Bestandteil des Unterrichts.
Bilingualer Zug und Sportprofil als feste Säulen
Ein besonderes Merkmal der Schule ist der bilinguale Zug. Leitfach ist Biologie, das von Klasse fünf bis zehn zusätzlich auf Englisch unterrichtet wird. Ergänzend kommen – je nach Klassenstufe – weitere Fächer wie Geografie, Geschichte oder Gemeinschaftskunde hinzu. Ziel ist es, die englische Sprache im Fachkontext anzuwenden und Sicherheit im Umgang mit ihr zu gewinnen. Nach dem Abschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler ein entsprechendes Zertifikat, das ihnen Vorteile für ihre berufliche Zukunft bietet.
Auch Bewegung und sportliche Vielfalt sind fest im Schulprofil verankert. Statt einer eigenen Sportklasse setzt die Realschule auf ein vielfältiges AG-Angebot, etwa Fußball, Klettern, Schwimmen oder Tanz. „Uns ist wichtig, dass möglichst viele Kinder – unabhängig von ihrer Klassenwahl – Zugang zu sportlichen Angeboten haben“, erklärt Fouquet.
Soziales Miteinander
Neben fachlichen Inhalten legt die Schule großen Wert auf das soziale Miteinander. Schulsozialarbeit, klare Regeln und ein respektvoller Umgang prägen den Alltag. Projekttage und Sonderwochen ergänzen den Unterricht und fördern gemeinschaftliches Lernen. Erstmals wurde zudem ein Demokratietag durchgeführt, an dem sich die gesamte Schulgemeinschaft mit Themen wie Mitbestimmung, Verantwortung und Zusammenleben auseinandersetzte.
Auswirkungen hatte auch der neue Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg. Das Wahlpflichtfach beginnt nun bereits in Klasse sechs statt wie bisher in Klasse sieben. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich dadurch früher für ein Profil – Technik, Alltagskultur, Ernährung und Soziales (AES) oder Französisch – und können ihre Interessen über einen längeren Zeitraum vertiefen.
Schülern Orientierung geben
Walter betont den langfristigen Ansatz der Schule: „Wir wollen Strukturen schaffen, die den Schülerinnen und Schülern Orientierung geben und sie zugleich auf Veränderungen vorbereiten – fachlich, sozial und im Umgang mit neuen Medien.“
Konrektor Fouquet sprach dem Kollegium sowie allen Beteiligten und der Stadt Wildberg seinen Dank für ihr Engagement und die Zusammenarbeit aus. Die Realschule am Bildungszentrum Wildberg sehe sich damit gut aufgestellt für die kommenden Schuljahre.