Bisher gelten an der Grundschule in Sulz Betreuungsangebote an vier Tagen. Ab September kommt mit Freitagnachmittag der fünfte Wochentag hinzu (Archiv-Foto). Foto: Schneider

Ferienprogramme an Ostern, Pfingsten und im Sommer, unter der Woche Früh- und Nachmittagsbetreuung – die Stadt Sulz sieht sich bei der Ganztagsbetreuung gut aufgestellt.

„Die Planung der zwei Wochen haben meine komplette Arbeitszeit im Januar gefressen“, sagt Gertrud Teller vom Kinder- und Jugendbüro und meint damit die Vorbereitungen des Oster- und Pfingstferienprogramms.

 

Denn zum anstehenden Schuljahr 2026/27 haben Kinder im Grundschulalter einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Dieser besteht an Werktagen, also montags bis freitags, im Umfang von acht Stunden – auch in den Schulferien. Nur in vier Ferienwochen im Jahr gibt es keine Angebote.

Viele Kreativ-Workshops

„Wir haben ein erfolgreiches Sommerferienprogramm und können aus diesen Erfahrungen weitere Formate entwickeln“, kommt Teller auf den „Sulzer Sommer Spaß“ zu sprechen. In den Osterferien vom 7. bis 10. April wolle man etwa eine „Kinderkulturwoche“ anbieten.

Am Schülercafé gebe es erstmal ein gemeinsames Frühstück, dann seien Workshops der Jugendkunstschule und der Halle 16 im Angebot, einschließlich einer Mittagspause mit Freispielmöglichkeiten.

Ganzheitliche Bildung

„Wir planen mit 25 Plätzen und haben jetzt schon Anmeldungen für Ostern und Pfingsten“, erläutert die Stadtjugendpflegerin. Denn seit vergangener Woche sei die Anmeldung online schon möglich.

Und an Pfingsten? Vom 26. bis 29. Mai können sich die Kinder über eine Zauberschule freuen, die in der Stadionhalle für magische Erlebnisse sorgen wird. „Hier gilt nicht nur ‚satt und sauber‘ im Sinne einer reinen Aufbewahrung – das Ganztagsangebot fördert auch das soziale Lernen“, betont sie. Weitere Ziele seien auch Mitbestimmung und Mitgestaltung.

Kinderfreizeit und Wanderzirkus

Und verdeutlicht den Stadträten im Verwaltungsausschuss: „Wir brauchen mehr personelle und finanzielle Ressourcen.“ Denn allein die Vorbereitung des „Sulzer Sommer Spaß“ fange im Januar an, mit den zusätzlichen Angeboten an Ostern und Pfingsten sei es mit der aktuellen Personallage nicht machbar.

Darüber hinaus müsse man auch die Dozenten der externen Anbieter bezahlen. „Zwei Wochen Kinderfreizeit vom 3. bis 14. August bedeuten ein Minus von 5800 Euro“, blickt Eva Nägele nach vorne. Beim Wanderzirkus, der vom 7. bis 11. September stattfinde, gehe man von einem Minus von 3050 Euro aus, hält die Sachgebietsleiterin für Schulen, Bildung und Betreuung fest.

Kernstadt und Teilorte

Die Sulzer Grundschule sieht sie in Sachen Ganztagsbetreuung gut aufgestellt. „Wir bieten schon jetzt die Früh- und Nachmittagsbetreuung an vier Tagen an“, erklärt sie. Ab September komme dann der Freitagnachmittag als fünfter Tag hinzu.

Und auch den Grundschulen in den Teilorten stellt sie ein gutes Zeugnis aus. Denn auch dort biete man fast überall eine Früh- und Nachmittagsbetreuung an – wenn auch nicht überall beides zusammen.

Land übernimmt 68 Prozent

Das Angebot gilt für die künftigen ABC-Schützen und wird im Folgeschuljahr auf die neuen Erstklässer ausgeweitet, so dass bis 2029/30 alle vier Schulstufen das kostenpflichtige Betreuungsangebot nutzen können.

„Der sukzessive Ausbau wird mit der Zeit gut angenommen, denke ich“, schaut Stadtkämmerer Hans-Peter Fauser in die Zukunft. Das Land werde 68 Prozent der Personalkosten übernehmen und – nachdem die Kosten statistisch erfasst sind und verlässliche Daten vorliegen – später wissen, wie viel Geld es an die Kommunen übermitteln müsse.