An der Erhard-Junghans-Schule herrscht gedämpfte Stimmung. Foto: Jambrek

Das Blut in den Adern gefrieren ließ den Beteiligten ein Hinweis in der Mädchentoilette der Erhard-Junghans-Schule in der Graf-von-Bissingen-Straße: „Amok am 15.03“ stand dort.

Sofort wurden Spezialisten von der Kriminalpolizei mit ins Boot genommen. Auch die Polizei ist involviert: „Wir nehmen die Sorgen von Eltern, Lehrern und Schüler sehr ernst“, informiert Pressesprecherin Nicole Minge vom Polizeipräsidium Konstanz.

 

Sie gibt aber zumindest vorsichtige Entwarnung: „Aktuell gehen wir nicht von einer Gefahrenlage aus“, so die Auskunft. Es werde am Freitag ganz normalen Unterricht geben. „Wir sind aber in enger Verbindung mit der Schule und werden die Lage im Auge behalten“, verspricht sie.

Belastend für alle Beteiligten

Schulleiter Jörg Hezel spricht von einem flauen Gefühl im Bauch bei Eltern, Lehrern und vor allem auch den Schülern. Belastend sei das Ganze auf jeden Fall. Entdeckt worden sei die Schmiererei am Mittwoch auf der Mädchentoilette der Schule in der Graf-von-Bissingen-Straße.

Die Lage scheine so, als ob es ein sehr dummer Mädchen- oder Jungenstreich sei, so der Schulleiter. Möglicherweise habe auch die vermehrte Berichterstattung über den 15. Jahrestag zum Amoklauf in Winnenden zu dem Ganzen beigetragen.

Unterricht findet am Freitag nach Plan statt. Foto: Jambrek

„Wir nehmen die Sorgen der Eltern und Schüler sehr ernst“, sagt Hezel. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen, auch wenn derzeit noch nicht gesagt werden könne, von wem die Schmiererei in der Toilette komme. „Die Spezialisten der Kriminalpolizei sind ebenfalls involviert“, erklärt der Schulleiter, dass viele Hebel in Bewegung worden sind.

Unterricht nach Plan

Am Freitag werde es jedenfalls Unterricht nach Plan geben. Es würden aber mehr Ansprechpartner als üblich vor Ort sein. Er selbst habe seine Termine für den Tag abgesagt, so Hezel, damit er für Fragen zur Verfügung stehe. Auch Polizisten würden als Ansprechpartner an der Schule sein.

In den sozialen Medien ging das Thema sofort viral. Auch am benachbarten Gymnasium wurden Eltern und Schüler informiert. Der Verdacht liege nahe, dass es sich um einen sehr schlechten Scherz handle, teilte Oliver Porsch, Schulleiter des Gymnasiums, via des Schulmanagers allen Eltern und Schülern mit. Die EJS habe sofort Kontakt mit der Polizei aufgenommen. „Die Polizei hat direkt die Ermittlungen aufgenommen und geht nach eingehender Prüfung von keiner Gefahrenlage aus“, so Porsch in seinem Schreiben. Eine Amoklauf-Drohung hatte es im November 2017 auch am Gymnasium Schramberg gegeben.