Das Kernzeitangebot wird in der Schömberger Schule sehr gut angenommen: Mehr als 100 Schüler werden betreut. 61 sind im Ganztag angemeldet. Und wie sieht die weitere Entwicklung aus?
Die Entwicklung der Ludwig-Uhland-Schule (LUS) in Schömberg gibt keinen Anlass zur Sorge. Dies ist beim Bericht des Konrektors Dieter Thielbeer im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich geworden.
Mit aktuell 18 Regelklassen sowie zwei Vorbereitungsklassen (VKL) für Schüler mit geringen Deutschkenntnissen hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.
Schulmodell endet „Allerdings gibt es nur noch eine zehnte Klasse“, so Thielbeer der im Zuge seines Berichts auch darauf zur Sprache kam, dass 2029 das Schulmodell Werkrealschule endet, vorausgesetzt, es gibt nach der Landtagswahl im kommenden Frühjahr keine Kehrtwende. Für die Zukunft heißt das allerdings: In Schömberg kann dann nur noch der Hauptschulabschluss gemacht werden.
Bis zu 39 Wochenstunden
Von den aktuell 18 Klassen mit insgesamt 426 Schülern sind zwölf im Bereich der Grundschule zu finden, wobei in der Klassenstufe (KS) eins 63 Kinder, davon fünf VKL-Kinder, an der LUS unterrichtet werden, 83 sind in der zweiten Klasse (davon sechs VKL-Kinder), 61 Kinder in der dritten Klasse (zwei VKL-Kinder) sowie 76 in der vierten Klasse (vier VKL-Kinder).
In den Klassen fünf und sechs sind je 23 Schüler gemeldet (davon je sechs VKL-Kinder), die siebte Klasse besuchen 20 Kinder (zwei VKL) und in Klasse acht zählt die LUS 27 Kinder.
22 Kinder sind in der neunten Klasse (davon vier VKL-Kinder), 26 besuchen derzeit die zehnt Klasse und streben damit der Werkrealschulabschluss an.
Zeitlich stark gefordert Rund 20 Prozent der Schüler, die an der LUS unterrichtet werden, stammen laut Thielbeer nicht aus Schömberg. Insgesamt 34 Kolleginnen und Kollegen und drei Lehramtsanwärter seien an der Ludwig-Uhland-Schule derzeit im Einsatz.
Wie Konrektor Thielbeer ausführte, sind die Schüler mit bis zu 39 Wochenstunden zeitlich stark gefordert. Aus diesem Grund können auch kein zusätzliches AG-Angebot gemacht werden. „Schon die Grundschulkinder sind teilweise bis zu vier Nachmittage im Haus“, so Dieter Thielbeer, der vor allem eins verhindern möchte: dass Schüler überlastet werden. Dies insbesondere mit Blick auf die immer wieder kommende Forderung, die Schule müsse mehr Zusatzangebote machen. Bei der aktuellen, „nicht überragenden“ (Thielbeer) Lehrerversorgung komme man auch so schon an die Grenzen. Das Kernzeitangebot der Schule werde mit aktuell mehr als 100 betreuten Schüler sehr gut angenommen, allerdings könne dieses wegen der großen Nachfrage derzeit nicht mehr für die Klassenstufen drei und vier realisiert werden. 61 Schüler seien zudem Ende September als Ganztagsschüler an der Ludwig-Uhland-Schule angemeldet gewesen.
„Nicht überragend“
Mindestens 16 Schüler Angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre geht die Schule derzeit von konstanten Zahlen auch für die nächsten Jahre aus. Auf eine solche hoffen auch die Kommunalpolitiker, die alles dafür tun wollen, dass der Hauptschulstandort Schömberg erhalten bleibt. Dafür müssten die Klassen aber auch in Zukunft weiterhin mindestens 16 Schüler haben. Werde diese Zahl in zwei Jahren hintereinander unterschritten, so drohe die Schulschließung, wie Thielbeer ausführte. Auf Nachfrage aus dem Gremium machte Thielbeer deutlich, dass derzeit die wenigsten Schulabgänger eine Ausbildung machten. Dies, obwohl man sich mit zahlreichen Aktivitäten und Angeboten darum bemühe, den Schülern zu verdeutlichen, dass auch der direkte Einstieg in einen Beruf seine Vorteile haben kann. Das Gros mache jedoch an anderen weiterführenden Schulen weiter. Eine Schulabgängerin habe im vergangenen Jahr sogar den Wechsel auf ein Gymnasium geschafft.