Fleißige Grundschüler aus Trillfingen sammelten auf einer Obstbaumwiese beim Trillfinger Friedhof Äpfel auf. Foto: Graf

Der goldene Oktober präsentierte sich in diesem Jahr mit einer schon lange nicht mehr dagewesenen Fülle an Streuobst. Das wurde in Trillfingen für pädagogische Zwecke genutzt.

Nachdem Katharina Rueß vom Förderverein der Trillfinger Grundschule – eine Außenstelle der Witthauschule Haigerloch – von der stellvertretenden Ortsvorsteherin Alexandra Graf reichlich Obst für das Fußballcamp des TSV Trillfingen bekommen hatte, entwickelten die beiden eine Idee.

 

Der Obstreichtum wäre doch ideal für eine interessante und vor allem nützliche Aktion: Um ein Schulprojekt zu finanzieren, hatte die Grundschule nämlich schon einen Spendenaufruf gestartet.

Üppige Ernte Foto: Graf

Da böte sich doch das Sammeln von Obst auf einer von Alexandra Graf gepachteten Wiese geradezu an. Gesagt, getan: Die Klassen zwei, drei und vier trafen sich also auf der Wiese beim Trillfinger Friedhof und sammelten dort das bereits vorab von den Eltern gebrochene Obst ein.

1780 Kilogramm kamen zusammen, und die Äpfel wurden schließlich auf einem Anhänger ins Lagerhaus nach Haigerloch gebracht, wo sie die stolze Summe von fast 400 Euro einbrachten. Das Geld wurde an Natalie Pfeffer, Vorsitzende des Schulfördervereins, übergeben. Es floss in die Buskosten für eine Fahrt ins Landesgestüt nach Marbach bei Münsingen, wo die Kinder einen lehrreichen Projekttag verbrachten.

Jedes Kind hatte eine Gefäß oder eine Flasche dabei

Die Äpfel wurden direkt verarbeitet. Foto: Graf

Nur wenige Tage später war man erneut auf der Wiese, diesmal mit den Klassen eins und zwei und den Lehrerinnen Susanne Sauter und Heike Herzog im Rahmen der Unterrichtsform „Grünes Klassenzimmer“. Diesmal holte man das Obst selbst von den Bäumen.

Andreas Zirkel karrte es mit dem Leiterwagen zum nahen Vereinsschuppen des Obst- und Gartenbauvereins Trillfingen. Dort hatte Ortsvorsteher Horst Henle bereits die vom Landratsamt zur Verfügung gestellte Saftpresse aufgebaut, mit der die Äpfel zuerst zu Mus und dann zu Saft gepresst wurden.

Jedes Kind hatte eine Gefäß oder eine Flasche dabei, worin der frische Apfelsaft direkt abgefüllt wurde. So konnten die Kinder hautnah erleben, wie Apfelsaft entsteht – quasi von der Frucht am Baum bis zum goldbraunen Saft in der Flasche.

Und alle waren sich einig: Selbst Saft herzustellen und diesen genießen zu können, ist doch etwas ganz anderes, als ihn einfach nur im Supermarkt zu kaufen.