Sie ist von außen ein schönes, großes Haus – doch die Bildechinger Grundschule ist sie leider zu klein. Foto: Peter Morlok

Bei der Ortschaftsratssitzung gab Schulleiterin Elisabeth Bleck einen Abriss über das Jahr in der örtlichen Grundschule.

In der Klasse 1 und 2 der Grundschule Bildechingen sind jeweils 24 Schüler, in die Klassen 3 und 4 gehen jeweils 18 Schüler. Sechs eigene Lehrkräfte, davon eine in Vollzeit, unterrichten die Kinder. Unterstützt werden die hauptamtlichen Lehrkräfte von zusätzlichem Personal, wie die Schulleiterin erfreut mitteilen konnte.

 

Für das Projekt „Lernen mit Rückenwind“ stehen stundenweise vier Personen zur Verfügung, die sich hauptsächlich um die Leseförderung und die Unterstützung im Unterricht kümmern. Dazu kommt ein FSJler vom WLSB, der neben dem Einsatz im Sport- und Schwimmunterricht auch im Unterricht unterstützt, sowie eine wechselnde Anzahl von ehrenamtlichen Lehrbeauftragten, Jugendbegleitern, Erziehern in Ausbildung sowie Praktikanten.

Ausreichend Personal

„Wir können uns über die Personalsituation nicht beklagen“, so das Fazit der Schulleiterin, die anmerkte: „Der Direktbereich, also die vom Schulamt zugeteilten Stunden, konnte abgedeckt werden, doch bei der Leseförderung fehlen uns fünf Stunden.“

Neben der rein schulischen Betreuung bietet die Grundschule auch zusätzliche Betreuungszeiten an. Von 7 Uhr bis Beginn der ersten oder zweiten Stunde wird dieses Zusatzangebot von 26 Schülern genutzt. 55 Schüler sind über die Mittagszeit bis 14 Uhr in der Schule. 16 bis 20 von ihnen nutzen das Angebot eines warmen Mittagessens, und weitere 20 Schüler nutzen das Betreuungsangebot und sind bis 15 Uhr in den Räumen; 15 sogar bis 16 Uhr.

Gute Betreuung

Die Betreuung erfolgt über die Awo und die Stadt. „Die Betreuung wird sehr gut angenommen, weil der Bedarf da ist und das Personal hervorragend arbeitet und viele kreative Ideen umsetzt“, so Bleck. Doch gab sie zu bedenken, dass die Tendenz in dieser Richtung steigend ist, und kam damit direkt zu einem Hauptproblem an ihrer Schule. Der fehlende Raum. Das Mittagessen wird in diesem Schuljahr bereits in drei Schichten eingenommen, und im zweiten Stock wurde ein Bau- und Turnzimmer eingerichtet, das höchstens zehn Kinder gleichzeitig nutzen können. Und nach wie vor ist der überdachte Pausenhof für die Menge an Kindern bei schlechtem Wetter zu klein. Daher ist ihr Wunsch die Erweiterung der Überdachung auf dem hinteren Pausenhof, damit sich die Kinder auch bei schlechtem Wetter im Freien bewegen können.

Da die Bildechinger Grundschule ein altes Gebäude ist, gibt es immer wieder Mängel zu beseitigen. Dabei, und bei vielen anderen Belangen, wird die Schule von einem sehr engagierten Förderverein unterstützt.

Lob für die Arbeit

Bei der Schulsozialarbeit ist derzeit eine 35-Prozent-Stelle besetzt. Eine 50-Prozent-Stelle ist beantragt, so eine weitere Information. In seiner Gesamtbetrachtung durfte Ortsvorsteher Rüdiger Holderried festhalten, dass die Bildechinger Grundschule zwar bauliche Mängel habe, aber man spüre bei jedem Besuch, dass dort viel Liebe für die Kinder gegeben sei, und das sei am Ende des Tages wichtiger als alles andere. Die Ortschaftsräte bedankten sich bei Bleck und ihrem Team für die hervorragende Arbeit in dem schweren, oftmals eng budgetierten Arbeitsfeld. „Hier benötigt es sehr hohes Engagement der Schulleitung und des Kollegiums und der Schulbegleiter“, so Holderried abschließend. „Vielen Dank dafür.“

Lernen an Laptop und PC

Die Digitalisierung
 schreitet in der Bildechinger Grundschule voran. Es gibt jetzt Beamer in jedem Klassenzimmer, WLAN im ganzen Haus, 20 Tablets für Schüler plus zehn PCs in einem separaten Raum. Zudem steht jeder Lehrkraft ein Laptop zur Verfügung. Auch konnte sie in diesem Zusammenhang von „Lego Spike“, einem Baukastensystem, mit dem die Kinder per App im Zweier-Team programmieren lernen, berichten. Dieses Programm, das nach und nach in allen Grundschulen eingeführt werden soll, wird in Kooperation mit der Kreismedienzentrale (KMZ) Freudenstadt realisiert und fasziniert alle. Lehrer und die Schüler sowieso. „Aha, jetzt weiß ich auch, von was mir mein Sohn immer so begeistert berichtet“, so ein Mitglied des Ortschaftsrats, dessen Kind in die Grundschule geht.