Viel Geld wird in Hornberg in die Wasserversorgung investiert. Größter Brocken ist der Anschluss Unterreichenbach an das Trinkwassernetz.
Der Wirtschaftsplan 2026 für die Wasserversorgung Hornberg enthält umfangreiche Investitionen. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Rechnungsamtsleiterin Simone Mayer den Entwurf vor. „Der Erfolgsplan weist einen Gewinn in Höhe von 26 400 Euro aus“, erläuterte Mayer. Der Liquiditätsplanung stehe ein Zahlungsmittelüberschuss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 157 500 Euro zur Verfügung.
Für das kommende Haushaltsjahr wird laut der Kämmerin mit einer voraussichtlichen Wassereinkaufsmenge von rund 220 000 Kubikmeter bei der Wasserversorgung Kleine Kinzig (WKK) gerechnet, ausgehend von 0,40 Euro pro Kubikmeter (Vorjahr 0,46 Euro pro Kubikmeter).
Für Instandhaltung sowie Unterhaltung von Versorgungsleitungen sind 34 000 Euro und für Anschlussleitungen 9000 Euro angesetzt. In diesen Ansätzen sind laut Mayer sowohl Reparaturen von Hydranten sowie dessen Beschilderung als auch Reparaturen der Versorgungsleitungen und der Anschlussleitungen vorgesehen.
Unterreichenbach wird an Hornberger Trinkwassernetz angeschlossen
Für die Wartung der Pumpstationen sowie Hochbehälter werden 34 500 Euro und die Unterhaltung der zentralen Überwachungsanlage 3000 Euro eingeplant. Prüfungs- und Beratungskosten schlagen mit insgesamt 15 000 Euro zu Buche.
Berücksichtigt ist weiterhin eine Konzessionsabgabe in Höhe von 30 000 Euro, wofür die Wasserversorgung einen Mindesthandelsbilanzgewinn ausweisen muss. „Außerdem ist ein Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 60 200 Euro eingeplant, die dem städtischen Haushalt zufließt“, erklärte die Rechnungsamtsleiterin.
Die Investitionen im Liquiditätsplan betragen 496 200 Euro (Vorjahr 363 800 Euro). Größter Brocken ist der Anschluss Unterreichenbach an das Trinkwassernetz Hornberg mit 370 000 Euro. Weiterhin wird investiert in Messeinrichtungen, die deutlich früher Leckagen erkennen und so ermöglichen, den Wasserverlusten beizeiten entgegenzutreten .
Schuldenstand
An Kreditaufnahmen sind 279 000 Euro vorgesehen. Bis Ende 2026 wird sich der Schuldenstand auf 1,8 Millionen Euro erhöhen. Weitere Darlehen sind bis 2029 vorgesehen. Mit Tilgungen wird der Schuldenstand Ende 2029 wohl auf 2,17 Millionen Euro erhöht.