Der Höfendorfer Schützenverein veranstaltet einen Frühschoppen. Gäste können sich in einem Schnupper-Schießen am Bogen ausprobieren. Doch auch eine alte, neu entdeckte Disziplin wird geboten – erfahren Sie hier, um welche es geht.
Am Sonntag, den 14. April, lädt der Schützenverein Höfendorf nach dem Erfolg im letzten Jahr wieder zu seinem Frühshoppen mit Weißwurstfrühstück ins Schützenhaus ein. Jeder, der möchte oder den es am Sonntag zufällig ins Schützenhaus verschlägt kann hier den Verein, seine Mitglieder und seine Aktivitäten ein wenig näher kennenlernen.
Ein Wettbewerb soll nicht stattfinden. Trotzdem sind auch andere Bogensportvereine des Kreises zu einem lockeren Schießen auf der Bogenwiese eingeladen. Das Schießen an diesem Tag solle einzig der Kameradschaft dienen. Auf dem Programm für den Tag steht darüber hinaus neben dem Frühshoppen auch eine Schnupperstunde im Bogenschießen.
Kinder und Jugendliche ab acht Jahren können sich bei dieser Gelegenheit darin üben, die Sehne zu spannen und ins Schwarze zu treffen. Auf diese Weise gelang es dem Verein im letzten Jahr, immerhin zwei neue Mitglieder zu gewinnen.
Eine neue und doch alte Disziplin
Und auch die neue Trendsportart wird erneut vertreten sein: das Blasrohrschießen. Diese alte Technik sei auch in vielen anderen Vereinen absolut im Kommen, gibt Hansi Neher an, der Vorstand der Abteilung Bogen in Höfendorf.
In vielen Schützenvereinen, hätten sich in den letzten Jahren neue Abteilungen gebildet und auch der Deutsche Schützenbund führt das Blasrohrschießen bereits als offizielle Disziplin mit eigener Sportordnung.
Die Beliebtheit der neuen und doch so alten Disziplin wird unter anderem auch vom Erfolg des letztjährigen Frühshoppens in Höfendorf unterstrichen.
Das Blasrohrschießen erfreute sich so großer Beliebtheit, dass sich von den insgesamt etwa 50 Gästen im Nachgang tatsächlich fünf Personen zusammenfanden, um eine Blasrohr-Gruppe im Schützenverein zu gründen.
Seit dem wird auch hier auf diese Weise mit Pfeilen auf bis zu zehn Meter entfernte Zielscheiben geschossen. Visiere oder andere Zielhilfen an den Rohren gibt es dabei nicht.
Die Vorbereitungen laufen
Der Deutsche Schützenbund gibt auf seiner Website außerdem an, das Blasrohrschießen sei eine der fairsten und sozialsten Sportarten die es gibt.
Auch Menschen mit Handicap könnten sie ausüben. „Sobald man eine Kerze auspusten kann, hat man schon alle Grundvoraussetzungen erfüllt“, gibt der Verband an.
Und auch Hansi Neher gibt an, dadurch dass die notwendige Ausrüsten vergleichsweise günstig sein, gewinne das Blasrohrschießen weiter an Beliebtheit. Für die Veranstaltung am kommenden Sonntag jedenfalls laufen die Vorbereitungen in routinierten und erprobten Bahnen ab. Das große Reinemachen im Vorfeld, der Aufbau und das Aufstellen der Scheiben werde von erfahrenen Mitgliedern und Unterstützern des Vereins geleistet.
An helfenden Händen ist also kein Mangel und „das Wetter soll ja auch gut werden“, so Neher. Also, wen es zufällig auf seiner sonntäglichen Radtour ans Schützenhaus Höfendorf verschlägt, ist herzlich vom Verein eingeladen einmal das Angebot auszutesten und einen geselligen Sonntagmittag zu verbringen.