Mehrfach wurde das Schützenhauses erweitert. Foto: SVE

Der Schützenverein Erlaheim feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Ein Blick in die Chronik.

Der Schützenverein wurde am 1. März 1925 gegründet, sein erster Vorsitzender war Ludwig Holderied. Doch bereits am 27. Februar 1927 schloss man sich mit dem Militärverein unter dem Vorsitzenden Lorenz Welte zusammen.

 

Es fehlte aber noch eine Sportstätte. 1928 wurden daher im Lau eine Blockhütte und Schießstände gebaut.

Diese mussten die Schützen nach dem Zweiten Weltkrieg auf Anordnung der Besatzungsbehörden abreißen, der Verein wurde aufgelöst.

Neugründung am 14. März 1959

20 Erlaheimer gründeten ihn am 14. März 1959 neu und wählten Felix Bien zum Vorsitzenden. Bereits in der Gründungsversammlung wurde der Neubau eines Schützenhauses auf dem früheren Schießgelände ins Auge gefasst.

Der Rohbau wurde im Herbst 1959 fertiggestellt, die Schießgenehmigung erhielt der Verein am 16. Dezember 1960. Damals hatte der Verein vier Zehn-Meter-Bahnen für Luftgewehre (LG) im Freien und zwei 50-Meter-Bahnen für Kleinkaliber (KK).

Rundenwettkämpfe wurden anfangs in den damaligen Gasthäusern Glocke und Engel ausgetragen. Aufgrund der beengten Raumverhältnisse wurde 1968 die erste Erweiterung des Schützenhauses gebaut. Danach standen sechs Luftgewehrbahnen zur Verfügung und die Rundenwettkämpfe wurden fortan im Schützenhaus ausgetragen.

1978 zweiter Erweiterungsbau

1973 wurde das Schützenhaus an das Strom- und Wasserleitungsnetz angeschlossen. 1978 folgte der zweite Erweiterungsbau. Die KK-Stände und Toiletten wurden erneuert, eine Zentralheizung eingebaut und die Küche modernisiert.

In der Zeit von 1980 bis 2017 wurde unter den Vorsitzenden Lothar Walter und Kurt Welte einiges bewegt: An der Zufahrtsstraße wurde ein Parkplatz gebaut, im gesamten Gebäude wurden die Fenster erneuert, das Dach wurde von Eternit befreit und mit Trapezblech gedeckt, die Eingangstüre erneuert und ein Anschluss an die örtliche Kläranlage verlegt. Der Vorplatz wurde begradigt und gepflastert, das Schützenhaus innen und außen gestrichen.

Die KK-Schießanlage benötigte im Lauf der Jahre mehrere Modernisierungen. Dadurch entsprach sie den jeweils geltenden Vorschriften.

Zwei Frauen ab 2019 an der Spitze

2019 wurde die Führungsspitze des Schützenvereins erstmals weiblich : Die Generalversammlung wählte Lara Welte und Tanja Knäpple zu den Vorsitzenden. In ihre Amtszeit fiel die Corona-Pandemie: Wettkampfrunden und das Silversterschießen mussten abgesagt werden, Trainingseinheiten durften zeitweise nicht mehr stattfinden, der Stammtisch war ganz verboten oder man musste Listen der Anwesenden führen.

Auch die Sommerparty , die seit 2018 das traditionelle Schützenfest ergänzt, musste in dieser Zeit ausfallen. Einnahmen hatte der Verein „während Corona“ keine, Kosten fielen hingegen weiter an. Diese Zeit überstand man dank einer gut geführten Kasse.

Immer wieder Modernisierungen

Seit 2023 liefen unter den heutigen Vorsitzenden Andreas Weckenmann und Jan Knäpple erneut Bauarbeiten im Schützenhaus: Der LG-Stand und der hintere Teil des Gastbereich wurden erneuert. Unter die Decke wurden eine Isolierung, eine Unterspannbahn sowie eine Unterbaukonstruktion gebaut

Die Elektrik wurde ebenfalls erneuert und die alten Fliesen ersetzt. Neue Vorschriften verlangten außerdem, den LG- und den KK-Stand zu modernisieren.

Im Jubiläumsjahr ist der Schützenverein Erlaheim nach dem Festakt damit bereit für neue Aktivitäten: Er soll sowohl für langjährige Mitglieder als auch für Nachwuchsschützen etwas bieten und gut in die nächsten 100 Jahre starten.