Schüler und Azubis räumen gemeinsam die Feuchtwiese am Fohrenbühl. Foto: Ziechaus

Bei einer Biotoppflege räumten Schüler der Erhard-Junghans-Schule Grüngut von einer feuchten Wiese unterhalb eines alten Moores.

Statt zum Unterricht im Klassenzimmer hatten jüngst Schüler der sechsten Klasse der Gemeinschaftsschule in Schramberg mit dem ForstBW mittlerer Schwarzwald einen Waldtag im Staatswald auf der gemähten Wiese am Fohrenbühl.

 

Zur Offenhaltung der großen Wiese im Wald etwas abseits hinter dem Landhaus Lauble auf der Passhöhe wird die Fläche einmal im Jahr von einem Landwirt gemäht. Das Gras der Feuchtwiese ist zum Füttern von Kühen nicht geeignet und blieb in den vergangenen Jahren als Mulch auf der Fläche.

Um die Wiese nicht zu überdüngen und ihren ökologischen Wert mit seltenen Arten, wie Orchideen zu erhalten, sollte das gemähte Gras aus der Fläche herausgeholt werden.

Handarbeit erforderlich

Weil auf der nassen Wiese keine Maschinen eingesetzt werden können und das Mähgut nur mit der Hilfe vieler Hände zu entfernen ist, war für den Wald und die Azubis des ForstBW das Angebot der Erhard-Junghans-Schule die Rettung.

Den Schülern bot sich die Möglichkeit, im Schulfach BNT (Biologie, Naturphänomene, Technik) den Naturphänomenen an einem Vormittag ganz hautnah auf die Spur zu kommen und dabei manch schöne, auch überraschende Erfahrungen zu machen.

Sauber geräumt

Schon beim ersten Blick während der Frühstückspause der Schüler fiel das sauber geräumte grüne Wiesenstück am oberen Rand der Lichtung auf: Da hatten die Schüler mit den Azubis ganze Arbeit geleistet und den von ihnen auf Schwaden gerechten Grasschnitt am Waldrand verteilt.

Mit Eifer bei der Sache

Waldpädagogin Christa Schaupp von ForstBW war erfreut, dass die Schüler bei ihrem ersten Einsatz mit Eifer zur Sache gingen und die gesamte Fläche bis zum Mittag geräumt sein könnte. Einzelne Schülerinnen hatten zur eigenen Überraschung auf der Wiese einige Tiere gefunden, wie Schnecken und Grashüpfer, eine sogar eine Kröte aus der Wiese getragen. Andere wippten auf dem schwankenden grünen Boden in der Mitte der Feuchtwiese und fast alle hatten schon nasse Schuhe und Socken.

Trotzdem war der Waldtag mit der doch ungewohnten gemeinsamen Arbeit im Schulfach BNT eine „coole Aktion“, die auch aus Sicht der Schüler sowie von Christa Schaupp von ForstBW im kommenden Jahr dann fortgesetzt werden sollte.