Wenn man den Hang hinaufblickt, sieht man die Stämme, die den Hang hinabgerutscht sind. Foto: privat

Was ist denn da passiert? Das dachte sich ein Oberndorfer Spaziergänger, als er eine hölzerne Stützwand entdeckt hat, die ein Stück weit eingestürzt ist und den Hang hinabzurutschen scheint. Eine Gefahr für die Fußgänger? Wir haben nachgefragt.

Man sieht es, wenn man den Fußweg unterhalb der Tuchbergstraße entlang geht und den Blick nach oben auf den Steilhang wirft: Teile der rund 60 Meter langen hölzernen Stützwand haben sich gelöst, sind offenbar ein Stück den Hang hinuntergerollt und haben sich dort wieder verkeilt.

 

„Ob das durch den Starkregen der vergangenen Woche geschehen ist, weiß ich nicht“, sagt der Oberndorfer, der sich mit seiner Beobachtung an unsere Redaktion gewandt hat. Aufgefallen sei es ihm erst Ende vergangener Woche. „Jedenfalls halte ich es für möglich, dass da noch mehr runterkommt“, meint der Bürger. Vor allem, wenn wieder starke Regenfälle kämen.

Keine Sperrung vorgesehen

Ebenfalls bedenklich: Der Fußweg befindet sich in nächster Nähe zum Seniorenzentrum Haus Raphael und wird offenbar gern für einen Spaziergang genutzt. Wird der Weg nun mit Blick auf eine potenzielle Gefahrenquelle gesperrt?

Die Stämme sind morsch. Foto: Schnekenburger

Das sei momentan nicht vorgesehen, teilt uns Bürgermeister Matthias Winter auf Nachfrage mit. Die Regenfälle der vergangenen Woche seien nicht ursächlich für die Hangrutschung gewesen, erklärt er außerdem. Seit wann sich die Stützwand in diesem Zustand befinde, könne allerdings nicht datiert werden. „Die Verschlechterung des Zustands ist ein Prozess“, so Winter.

Varianten werden geprüft

Die so genannte Krainerwand wurde im Jahr 2012 installiert, nachdem die Fahrbahn abzurutschen drohte. Damals entschied man sich statt einer Betonwand für einen Aufbau aus Weißtanne. Als Vorteile galten damals der schnellere Aufbau und der günstigere Preis. 50 Kubikmeter Holz wurden für die Krainerwand verwendet.

Wie geht es nun weiter? „Das Thema wurde fachlich begutachtet. Momentan werden unterschiedliche Varianten der Instandsetzung geprüft“, erklärt der Bürgermeister dazu. Daraus würden sich dann die Kosten ableiten, die in den 2025er-Haushalt aufgenommen würden. Die Ausführung sei dann 2025 geplant.