Wegen eines defekten Schwingtors sind die Geräteräume der Sporthalle aktuell noch immer gesperrt. Für den Sportunterricht bedeutet das Einschränkungen. Foto: Lupfer

Die Geräteräume der Wolfacher Realschul-Sporthalle bleiben vorerst gesperrt. Ein Unfall, der sich Mitte Januar ereignet hat, sorgt in der Stadt und den Sozialen Medien für Gerüchte.

Unvermittelt stürzte am 16. Januar während des Sportunterrichts eins der Geräteraum- Tore in der Realschul-Sporthalle ab, krachte geräuschvoll auf darunter stehende Geräte und den Boden – und bescherte den Fünftklässlern und ihrer Lehrerin einen gehörigen Schreck.

 

Der Vorfall sorgt seither in der Stadt und sozialen Medien für Gerüchte – und einen nur eingeschränkt möglichen Betrieb der Sporthalle. Das Wichtigste vorweg: So groß bei den Beteiligten der Schreck ausfiel, verletzt worden sei niemand, erklärte Realschul-Rektor Steffen Stötzel am Freitag. Doch sei bei dem Vorfall, der sich am Freitag vor drei Wochen ereignete, „definitiv eine Gefahrensituation entstanden“.

Fünftklässler waren beim Vorfall in der Halle

Die Kinder seien besorgt gewesen, weil die Lehrerin in unmittelbarer Nähe des abgestürzten Tors gestanden habe. Zudem habe der Schreck bei den Fünftklässlern ob ihres Alters nachgehallt. „Deshalb haben wir auch reagiert.“ Per E-Mail habe Stötzel die Eltern über den Vorfall informiert. Wie in vielen Sporthallen, sind die Geräteräume auch in Wolfach mit Schwingtoren ausgestattet. Beim Öffnen halten die seitlich montierten Rollen die Tore in den Führungsschienen unter der Decke.

„Da war eine Schraube locker. Das hat dazu geführt, dass das hintere Teil aus der Fassung ist“, erklärte Christoph Heizmann, stellvertretender Leiter des Bauamts im Rathaus, wie es zu dem Vorfall kam. Die Ursache sei schnell gefunden worden. Weiteren Schaden habe das abgestürzte Tor nicht verursacht. Doch als Konsequenz habe man zunächst angeordnet, die Tore aus Sicherheitsgründen geschlossen zu halten. „Die Sportgeräte und Tore werden einmal im Jahr gewartet“, sagte Heizmann. Turnusgemäß zuletzt im Mai 2025. Zwischenzeitlich sei ein unabhängiger Gutachter vor Ort gewesen und habe bestätigt, dass die Tore nach wie vor den Sicherheitsanforderungen entsprechen. In den vergangenen Wochen seien Schul- und Sportbetrieb nur eingeschränkt möglich gewesen.

Erneute Prüfung durch Hausmeister steht an

Doch solle „voraussichtlich nächste Woche“ Hausmeister Stefan Schuhmacher den korrekten Sitz der Schrauben und Rollen noch einmal prüfen. „Dann sind die Geräteräume wieder begehbar.“ „Wir warten, bis keine Gefahr mehr besteht“, erklärte Steffen Stötzel. Die Begutachtung der Tore durch den Fachmann habe die Schule genutzt, um ein paar Geräte für den Sportunterricht aus dem Lager zu holen. In enger Absprache mit den Handballern des Turnvereins Wolfach seien diese in einer Kabine und bei den Handballern zuletzt zwischengelagert worden. „Aber natürlich schränkt das den Unterricht ein.“

Marode Halle

Die Sporthalle in Wolfach ist in die Jahre gekommen. Der Hallenboden wurde bereits etwas ausgebessert. Doch bei einer Haushaltsberatung im Wolfacher Gemeinderat hieß es bereits im November, die Maßnahme sei bei weitem nicht ausreichend.