Im Parkhaus „am Schwarzwald-Baar-Klinikum“ soll zukünftig das Parken durch das schrankenlose System effizienter gestaltet werden. Foto: Lukas Podolski

Das Elektroauto laden, schrankenlos einfahren: Die Maßnahmen am Schwarzwald-Baar-Klinikum sollen auch bald auf andere VS-Parkhäuser ausgerollt werden.

Die Parkhaussituation ist für viele Menschen in Villingen-Schwenningen nach wie vor ein zentrales Thema. Lange Wartezeiten sowie die steigende Anzahl an Elektroautos machen eine Modernisierung der Parkhäuser notwendig. Christoph Hornikel, Geschäftsführer der Park Service Hüfner GmbH, hat bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

 

In Villingen-Schwenningen werden fünf Parkhäuser sowie ein Parkplatz von der Park Service Hüfner GmbH verwaltet. Dazu gehören das Parkhaus „Inselhof“ (350 Stellplätze), das Parkhaus „Neue Tonhalle“ (215 Stellplätze), das Parkhaus „Theater am Ring“ (430 Stellplätze), das Parkhaus „Am Klinikum“ (488 Stellplätze), das Parkhaus „Muslen“ (410 Stellplätze) sowie der Parkplatz „Neckarhalle“ (100 Stellplätze).

Im Parkhaus „Am Klinikum“ sollen künftig auf der Ebene minus eins Elektroladesäulen angebracht werden. Christoph Hornikel hat bekanntgegeben, dass Ende Januar neue Verteilerkästen installiert werden sollen. Ab Anfang Februar können Autofahrer an sechs Ladestationen mit jeweils elf Kilowattstunden ihr Fahrzeug im Parkhaus laden, so Hornikel.

Modernisierte Parktechnik

Parallel zum Ausbau der Ladeinfrastruktur wird auch die Parktechnik modernisiert. Neben dem Parkhaus „Inselhof“ wurde im Dezember auch im Parkhaus am Schwarzwald-Baar-Klinikum ein schrankenloses System eingeführt. Hornikel erzählt, dass beide Anlagen herstelleridentisch seien und mit einer automatischen Erkennung des Kfz-Kennzeichens arbeiten würden. Beim Einfahren in das Parkhaus erkennen installierte Kameras das Kennzeichen, das daraufhin dem Besucher am Kundendisplay angezeigt wird. Durch ein Kundenportal seien auch Dauerparker hinterlegt, diese sehen ihren Status als Dauerparker auf dem Kundendisplay. Gleiches gelte beim Ausfahren.

Leichte Unterschiede

Ein Unterschied zwischen den schrankenlosen Parkhäusern gebe es jedoch laut Hornikel. Im Parkhaus „Am Klinikum“ sei aufgrund des hohen Parkdrucks eine Vorschranke installiert worden. Bei voller Auslastung des Parkhauses gehe diese an der Einfahrt runter, dies verhindere einen weiteren Zufluss an Autos. Sollten bei herabgelassener Schranke Stellplätze frei sein, handele es sich um die der Dauerparker.

Reaktionen der Besucher

Doch wie reagieren die Besucher auf das neue schrankenlose System? „Grundsätzlich begrüßten unsere Besucher die neue Parkierungsanlage, da der Parkprozess enorm vereinfacht wird“, meint Hornikel. Für einige Besucher stelle die Nutzung des Kfz-Kennzeichens als Bezahlvorgang dennoch zunächst eine Umstellung dar, da dieses am Kassenautomat eingegeben werden, um die Parkgebühren zu bezahlen. Hornikel sei jedoch überzeugt, dass das Parken in schrankenlosen Parkhäusern künftig problemlos funktionieren werde, sobald die Autofahrer ein wenig an Routine gewonnen hätten. „Unsicherheiten, die bisweilen durchaus vorhanden sind, werden abnehmen“, lässt er daraufhin wissen.

Das Bezahlen im Parkhaus bereitet dem ein oder anderen noch Probleme. Foto: Lukas Podolski

Für die übrigen Standorte in der Doppelstadt gebe es ebenfalls schon Umrüstungspläne, so Hornikel. Der genaue Zeitpunkt stehe noch nicht fest, im Laufe des Jahres werden jedoch Gespräche geführt, um auch diese Parkhäuser zu modernisieren.