Götterbote Hermes schwebte in den Saal ein. Foto: Riesterer

Einen rauschenden Ball mit 30 Gastzünften haben die Schramberger Falken-Hexen am Samstagabend im Bärensaal gefeiert.

Wobei: Eigentlich betraten die Gäste weniger den Bärensaal als vielmehr den Olymp – denn die griechische Mythologie stand im Mittelpunkt des Abends. Bereits die liebevoll gestaltete Dekoration ließ keinen Zweifel an diesem Motto. Die Bars waren thematisch passend dekoriert, und im Treppenhaus wurden die Besucher symbolisch durch die Unterwelt hinauf zu den Göttern geführt: Unten dominierten dunkle Farben und düstere Porträts des Vereinsvorstands, während sich das Bild nach oben hin aufhellte und dieselben „Vorstandsgötter“ in freundlicher, beinahe himmlischer Ausführung von den Wänden grüßten.

 

Auch die Eröffnungsnummer ließ keine Fragen offen, wohin die Reise gehen würde. Mit einem Streitwagen zog ein Teil der griechischen Götterschar in den Saal ein, auf der Bühne versammelte Zeus seine Gefolgschaft. Schließlich ging er, unterstützt von der Falken-Hexe, einen Deal mit Medusa ein: Sie durfte ihre Schlangenhaare ablegen und wurde wieder Mensch. – inklusive eines während des Tanzes vollzogenen Outfit-Wechsels.

Zeus alias Dennis Haberstroh und Felix Schwendemann in der Rolle des Hades führten durch den Abend und begrüßten die Gastzünfte. Neben den Schramberger Finsterbach- und Schinderhexen waren unter anderem die Narrenzünfte aus Sulgen und Lauterbach vertreten. Auch Zunft-Neulinge wie die Sulgener Brunnä-Hexen oder die Schramberger Kirchenbachgeister mischten sich unter die Gäste. Abordnungen aus Tennenbronn, Hardt und Aichhalden waren ebenso präsent wie weiter angereiste Gruppen, darunter die Reblandhexen aus Varnhalt bei Baden-Baden, die Fuchswald-Hexen aus Weiden oder die Bommerles-Hexa aus Mötzingen. Die Wädderhexen vom Mileschdoa aus Tuttlingen bereicherten das Programm zudem mit einem Tanz.

Viel Konfetti in der Luft

Dass die Falken-Hexen vorsorglich eine Konfetti-Pauschale mit ihrem Reinigungsdienst vereinbart hatten, erwies sich als weitsichtig. Bei der Vorstellung der Schramberger Hexenzünfte kamen zahlreiche Konfetti-Kanonen zum Einsatz. Nachdem sich hier zuletzt vor allem die Eckenmoor-Hexen und die Falken-Hexen selbst hervorgetan hatten, konnten die Schinderhexen und Kräuter-Hutzeln das offenbar nicht auf sich sitzen lassen – auch sie zündeten eindrucksvolle Konfetti-Feuerwerke.

Abwechslungsreiches Programm

Das weitere Programm bot einen abwechslungsreichen Mix aus Show- und Hexentänzen. Auf der Bühne standen unter anderem „Jumpin the next Generation“ aus Hardt, „One2Step“ von den Tennenbronner Pfrieme-Stumpe, „Discovery“ aus Lauterbach, die Aichhalder Hexensportgruppe sowie die Wächter-Hexen Hinterlehengericht. Ergänzt wurde das närrische Treiben durch Auftritte von Guggenmusik-Gruppen aus Weierbach und Hausach.

Tanzen und feiern bis in den Morgen

Nach dem offiziellen Programm machten die Falken-Hexen und ihre Gäste die Nacht schließlich zum Tag – tanzend im Saal oder feiernd an der Bar, ganz im Sinne eines wahrlich göttlichen Hexenballs.