Noch schläft die Villa Junghans in Schramberg weiter – doch zumindest ihr grüner Mantel ist verschwunden.
Beinahe fühlte es sich so an, als würde die Villa Junghans aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt – doch eben nur fast. Ob und wann in der Lieblingsimmobilie vieler Schramberger wieder Leben einziehen wird, ist weiterhin völlig offen. Umso bemerkenswerter ist es, dass nun engagierte Bürgerinnen und Bürger im Ehrenamt Hand angelegt und das Gebäude von Efeu befreit haben.
Efeu wächst ins Innere
Um die Fassade begutachten zu können, hatte die Stadtgärtnerei bereits im Herbst 2025 bei sämtlichen Efeupflanzen im unteren Bereich die Haftwurzeln durchtrennt. Dadurch sollte es möglich werden, das später braun werdende Efeu leichter von der Fassade zu lösen, teilt Pressesprecher Hannes Herrmann auf Anfrage mit.
Stadtrat Thomas Brantner (CDU) hatte in seiner Haushaltsrede Ende Januar darauf hingewiesen, dass der Efeu mittlerweile sogar durch die Fenster ins Innere des Gebäudes wachse.
Mauerwerk muss noch gebürstet werden
„Um noch schneller voranzukommen – und auch mit Blick auf die bevorstehende Vogelbrutzeit – haben Bürger angeboten, ehrenamtlich mit eigenen Gerätschaften zu unterstützen“, heißt es aus dem Rathaus. Der Schnitt erfolgte in dieser Woche durch die freiwilligen Helfer, das anschließende Wegräumen des anfallenden Grünguts übernahm der städtische Bauhof.
Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten allerdings noch nicht. Im Frühjahr müsse das Mauerwerk gründlich abgebürstet werden, um auch die verbliebenen Wurzelreste des Efeus zu entfernen. Für Container und Abtransport des Grünguts seien Kosten von rund 200 Euro angefallen, so die Stadt. Der eigentliche Schnitt wurde vollständig ehrenamtlich geleistet.