Seit über 30 Jahren fordert der Freundeskreis Inti Ayllus Bolivienhilfe den kulturellen Austausch und das Verständnis zwischen den Menschen in Deutschland und Bolivien. Vorsitzende Christina Klausmann berichtet im 14. Türchen des Schramberger Adventskalenders, was ihr Wunsch für das kommende Jahr ist.
Es sei ein ruhiges Jahr für den Freundeskreis Inti Ayllus Bolivienhilfe gewesen, berichtet Vorsitzende Christina Klausmann. Grund dafür sei, dass im vorherigen Jahr das 30-jährige Jubiläum ausgiebig gefeiert wurde.
„Wir sind dem Kulturzentrum Ayopayamanta in Independencia in Bolivien schon über 30 Jahre verbunden und wir sind nicht die einzigen“, teilt Klausmann mit. Das Kulturzentrum habe Verbindungen mit Gruppen und Vereinen in ganz Deutschland aber auch in anderen Ländern wie unter anderem Österreich und Spanien. So habe es in diesem Jahr zwei Online-Treffen mit anderen Vereinen gegeben. Ziel sei es, sich mit diesen Gruppierungen stärker zu vernetzten und die Kommunikation zu stärken. Es freue sie extrem, so Klausmann, dass mit anderen Vereinen in Pfalz, in Österreich und in Bayern vermehrt Kontakt aufgebaut wird, so dass sich die Gruppierungen gegenseitig unterstützen können.
In ganz Deutschland verstreut
Der Verein Freundeskreis Inti Ayllus Bolivienhilfe sei zwar in Schramberg beheimatet, doch seien die Mitglieder nicht unbedingt im Raum Schramberg wohnhaft. Stattdessen seien die knapp 60 Mitglieder verstreut auf ganz Deutschland, von Schramberg bis Berlin. Aus diesem Grund sei 2023 auch das jährliche Sommerfest klein ausgefallen, berichtet die Vorsitzende. „Jetzt lassen wir das Jahr so ausklingen und starten nächstes Jahr wieder durch.“
Bolivianischer Besuch in Schramberg
Im nächsten Jahr werde sich der Netzwerkgedanke fortsetzen. So sei auf Herbst ein Treffen mit den anderen Gruppen in Präsenz geplant, voraussichtlich in Bayern. Außerdem ist für 2024 großer Besuch angekündigt: die bolivianische Musikgruppe Sacambaya werde wahrscheinlich im Oktober nach Süddeutschland kommen und auf der Tour einen Zwischenstopp in Schramberg machen.
Auch für das kommende Jahr sei ein Sommerfest geplant, dass, wie 2023 bereits, in Schenkenzell stattfinden soll.
Darüber hinaus sei der Verein stets auf Märkten in Schiltach gut vertreten. Ins Auge gefasst sei der Josefsmarkt, der in Schiltach im März stattfinden soll. Neben selbst gemachter Marmelade seien CDs von der Sacambaya sowie Kunstwerke von bolivianischen Malern regelmäßig bei den Marktverkäufen des Vereins erhältlich.
Für das Jahr 2024 wünscht sich Klausmann vor allem, dass jüngere Mitglieder für den Verein gewonnen werden können. „30 Jahre lang ist der Verein stark geprägt worden von einer Generation“, erläutert die Vorsitzende. Nun werde angestrebt, dass vermehrt Tätigkeiten an jüngere Menschen übergeben werden können.