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Schramberg Zwangspause dank EU-Verordnung

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  Foto: Foto: Schwarzwälder Bote

Baustelle am Schwimmbad muss über den Sommer ruhen / Wiedereröffnung im Mai 2021 bleibt

Tennenbronn. Kaum ein Stein ist noch auf dem anderen geblieben im Tennenbronner Schwimmbad. Technik- und Umkleidegebäude wurden komplett entkernt, die Becken sind nicht mehr wieder zu erkennen. Auch die Terrassen sind weg. Die beiden Bauleiter Christoph Huber (Stadtwerke Schramberg) und Dieter Veker (Firma Schick aus Karlsruhe) sind fürs Erste zufrieden.

Allerdings: Die Arbeiten liegen um vier Wochen hinter dem Zeitplan. Was aber (noch) nicht weiter schlimm ist. Christoph Huber erklärt: "Nun wird das Gelände mit rund 4000 Kubikmetern Erde aufgefüllt und rund um das Hauptbecken um 50 Zentimeter erhöht. Anschließend muss sich das Ganze sechs bis acht Monate setzen und verdichten. Dann müssen dafür eben eher sechs Monate reichen und nicht wie im Optimalfall acht Monate." Hier habe man bewusst einen Puffer eingebaut, beruhigt er. Der Termin zur Wiedereröffnung im Mai 2021 gelte also nach wie vor.

Die Verzögerung erklärt Dieter Veker mit der winterlichen Witterung. So könne bei Frost kein Boden ausgehoben werden. Das Entkernen der Umkleiden und des Technikgebäudes habe aber in dieser Zeit erfolgen können.

Die Auffüllung des Geländes sei nötig, so Huber, damit unter anderem die Terrassen künftig flacher sein werden. Um eine hohe Festigkeit des Bodens zu erreichen, wird Kalk mit eingebaut. Schicht für Schicht wird dann mit einer Walze verdichtet.

Zudem müsse das Schwimmbecken extrem gleichmäßig sei. "Hier darf es nur eine Höhendifferenz von 0,2 Millimetern geben", sagt er, "damit das Wasser gleichmäßig abläuft". Der bisherige Beckenrand bleibt bestehen, allerdings nur als Stütze für das künftige Edelstahlbecken, das darauf gesetzt wird. Drunter werden zuvor die Zuleitungen und die Wasseraufbereitung eingebaut. Das Schwimmbecken behält die bisherige Länge von 33,3 Metern, allerdings fällt der Sprungbereich bekanntlich weg. Dort entsteht eine Grünfläche, wo eine Kleinkindbetreuung möglich wird. Zudem wird daneben das Planschbecken gebaut, das bislang oben in der Nähe des Umkleidebereichs war.

Sobald die Etappe zwei mit der Erdauffüllung in etwa vier Wochen abgeschlossen sein wird, herrscht Funkstille auf der Baustelle. Da sich der Boden sechs Monate setzen muss, geht nichts mehr – auch nicht an anderen Bereichen wie den Umkleidekabinen oder der Technik, obwohl in den Frühlings- und Sommermonaten beste Bedingungen herrschen würden.

Schuld daran ist die Bürokratie – und zwar die der EU. Und das kommt so: Sobald ein Bauauftrag über der Summe von 5,35 Millionen Euro liegt, muss die Ausschreibung EU-weit erfolgen. Die Summe fürs Schwimmbad liegt mit 5,5 Millionen Euro knapp drüber – und schon ist man dabei. Der Nachteil an der Sache: Die Ausschreibung muss im Paket erfolgen. Man kann also nicht in dem halben Jahr, in dem sich der Boden setzen muss, an anderen Stellen wie der Technik oder den Umkleiden weiter arbeiten. "Das ist eben EU-Recht", konstatieren die Bauleiter. Die Konsequenz: Von Mai bis Anfang Oktober wird sich auf der Baustelle nichts tun.

Die Corona-Problematik hat bislang noch keine Auswirkungen auf die Arbeiten. Die Baufirma ist vor Ort und arbeitet beständig – allerdings lässt sich derzeit natürlich keine Prognose treffen, ob das so bleibt. Nicht ganz einfach, so Huber, sei auch das Abtragen des aufgefüllten Materials aus den 1960er- und 70er-Jahren. Hier müssen Bodenproben genommen werden. Belastetes Erdreich muss anders entsorgt werden als unbelastetes.

Die alten Sandfilter wurden stillgelegt. Es wird künftig ein 24 mal acht Meter großes neues Gebäude für die Filteranlagen entstehen. Das bisherige Technikgebäude bleibt bestehen, die Technik selbst wird ebenso komplett erneuert wie die Heizung.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

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