Musik: Sonja Gebert lernt in Österreich klassische Operette
Die gebürtige Schrambergerin Sonja Gebert macht Karriere: Nach einem Bachelor- und Masterstudium der Musik in Köln und Bremen hängt sie nun eine weitere Ausbildung in der klassischen Operette in Wien an.
Schramberg. Gebert ist bereits Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes in Wuppertal. Ein Jahr wird dieser zusätzliche Lehrgang der "klassischen Operette" in Österreich dauern. Danach wünscht sie, an einer Oper oder am Theater angestellt zu werden.
Die Sopransolistin begann früh mit dem Singen: Mit sechs Jahren ging sie zum ersten Mal in die Musikschule Schramberg, wenig später trat sie dem Kinderchor bei. Nebenher nahm sie Gesangsunterricht.
2003 wechselte sie an die Musikschule Rottweil, 2004 gewann sie den Wettbewerb "Jugend musiziert", bevor sie 2008 ihr Studium an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz begann.
Opern-/Operettenabende, Kirchenkonzerte und Liederabende führten sie bereits nach Österreich und in die Schweiz. Auch in ganz Deutschland tritt sie auf. Unter anderem war sie im Juli 2016 in Haydns Oper "il mondo della luna" in der Rolle der "Clarice" an der Hochschule für Künste in Bremen zu hören und 2015 spielte sie die Rolle der Mutter in Humperdincks "Hänsel und Gretel" unter Regie von Gregor Horres. Ein Engagement für "Oper aus dem Koffer" brachte sie nach Gelsenkirchen an das dortige Theater und ein Operettenkonzert 2015 an den Zürichsee. Immer zu Weihnachten und Ostern tritt sie auch in ihrer Heimatstadt Schramberg auf, in der sie 1987 geboren wurde.
Bühne ist ihre Leidenschaft
In Wien gefalle ihr vor allem das große kulturelle Angebot und die vielfältigen Möglichkeiten, als Sängerin arbeiten zu können, so Gebert. "Ein Engagement an der Wiener Staatsoper ist natürlich ein Wunsch", meinte sie. Jedoch sei der Ort erst einmal nicht so entscheidend, so lange sie ihrer Leidenschaft nachgehen, auf der Bühne stehen und singen könne.