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Schramberg Zum Diechterhorn ist es kein Katzensprung

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Schramberg. Die Schramberger DAV-Gruppe in der Sektion Oberer Neckar war unterwegs in der Grimselwelt. Gleichzeitig wurde damit auf fünf Jahre gemeinsame Bergtouren mit der SAC-Partnersektion Brugg angestoßen.

Freitags ging es los Richtung Handegg zur Gelmer-Bahn an der Grimselpassstraße. Mit der steilsten Standseilbahn Europas (106 Prozent Steigung) wurde der Zustieg in zwölf Minuten um eine Stunde verkürzt – eine Ouvertüre mit Nervenkitzel. Nach zwei Stunden stetigem Steigen am Gelmersee und Diechterbach entlang begrüßten die Hüttenwirtsleute der Gelmerhütte die Gruppe mit dem üblichen Begrüßungstee.

Samstags wurde das Ofenhore (2942 Meter), ein rassiger Felsgipfel als Eingehtour unter die Sohlen genommen. Vorbei am "Gelmerbeach", einem wie das Wattenmeer anmutenden Talboden, über lange Schneefelder, durch Rinnen und Mulden führte die Spur über einen kombinierten, schmalen Firn- und Felsgrat nordöstlich auf den Gipfel. Der Abstieg erfolgte, nach einer Rast, über steile Schneefelder überraschend einfach nordwestlich um den Berg herum wieder auf die Aufstiegsspur und zurück zur Hütte. Dort konnten die Schweizer Freunde begrüßt und die gemeinsame Tour am nächsten Tag besprochen werden.

Am Sonntag hieß es um 5 Uhr das warme, äußerst knapp bemessene Lager unter dem Hüttengiebel verlassen. Das Diechterhorn (3389 Meter) mit abschließendem Abstieg zur Trifthütte war das Tagesziel. Durch ein langes Schnee-Couloir ging es bergauf zum Anseilplatz vor einem steilen Gletscheraufschwung. Dort gedachte die Gruppe an einer Gedenktafel ihrer 2010 an dieser Stelle verunglückten Bergkameraden.

17 Bergsteiger reihten sich anschließend wie eine Perlenkette ein und unter präziser Schweizer Spuranlage und Berggeschwindigkeit konnte, nach kurzer Pause in der Diechterlimi, bereits um 9.30 Uhr der Gipfel erreicht werden.

Herrliche Fernblicke in das Wallis mit dem markanten Matterhorn ließen die Aufstiegsstrapazen schnell vergessen. Der Abstieg führte geradewegs, den Spalten ausweichend, über den Triftgletscher zum Tagesziel "Trifthütte". Pünktlich zur Mittagsstunde wurde die Gruppe vom Hüttenwirt, Artur Naue aus Villingendorf, seiner Lebensgefährtin und dem neun Monate alte Sohn begrüßt. Ein langer, sonniger Nachmittag vor der Hütte mit netten Gesprächen vor eindrucksvoller Kulisse rundete den Tag ab. Am Montag hieß es nach einer Hüttenführung unter Akkordeonklängen von Artur und Familie Abschied nehmen.

Der anspruchsvolle, hochalpine Hüttenzustieg durch das Trifttal in Richtung Sustenpassstraße verlangte noch einmal volle Konzentration. Teils entschärft durch Ketten und Leitern ging es, steile Schneerinnen und Bäche querend, 1500 Höhenmeter in gefühlt fünf Stunden über Schrofen und Felsplatten wieder abwärts.

Als krönender Abschluss musste die 170 Meter lange Triftbrücke mit 100 Metern Luft unter den Sohlen begangen werden. Bei Kaffee und Kuchen endete ein tolles, abwechslungsreiches Wochenende mit der Absprache auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam im Winter und im Sommer auf Tour zu gehen.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Karin Zeger

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