Schramberg - Der Familienname Wernz kommt in Deutschland etwa 450-mal vor. Die Verteilung ergibt kein klares Bild, Zentren gibt es in und um Heidelberg und Mannheim sowie im Rottweilischen. Den Schwerpunkt für die Variante Werz bildet die westlich von Münsingen gelegene Ortschaft St. Johann, die Wörz sind östlich und südöstlich davon stark vertreten. Diese beiden Familiennamen treten deutlich häufiger auf als die Variante Wernz. Aber alle drei sind sie gleichermaßen von dem im Mittelalter belieben Rufnamen Werner abgeleitet. Im frühesten Kirchenbuch von Rottweil finden sich um 1580 ein Joannes Werntz (verh. mit Anna Seypler) und ein Christopherus Werntz (verh. mit Martha Anna Deggeler). Im 17. Jahrhundert tauchen die Wernz dann an verschiedenen Orten im Gebiet der Reichsstadt Rottweil auf, meist als Schmiede. In Dunningen heiratet 1687 Christoph Wernz, Schmied aus Rottweil; in Stetten o.R. 1713 Franz Werntz, ebenfalls Schmied und aus Rottweil stammend. In Deißlingen war Ende des 17. Jahrhundert ein Schmied namens Bernhard tätig, in Bösingen ein Martin. Auch der Martin verheiratet mit Barbara Faulhaber, der ab circa 1650 Kinder in Winzeln hat, dürfte aus Rottweil stammen.