Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg Wo der Eierschneider zum Indiz wird

Von
Für die Aufklärung des Rathaus-Mords wurden die Stuttgarter Krimi-Werker im Technikmuseum mit Beifall überschüttet. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Lothar Herzog Schramberg. Kaltblütiger Mord im Technikmuseum Erfinderzeiten. Aber der pfiffige Kommissar Tom Max bringt die Täterin zur Strecke.Köstlich amüsieren und unterhalten konnten sich rund 60 Zuhörer im Auto- und Uhrenmuseum beim Improvisationstheater der Krimiwerke aus Stuttgart. Die Besonderheit lag darin, dass die Bühnenakteure zu Beginn lediglich wussten, dass es sich an diesem Abend um einen Krimi handelte. Tatort, Opfer und Indizien wählte das Publikum nach eigener Fantasie aus.

So wurde im Rathaus um 24.03 Uhr der 29 Jahre alte Zahntechniker Holger Holgerson, der ein Fable für das Sammeln von Bleistiften hat, auf brutale Art und Weise ermordet. Zu den Indizien gehörten ein Eierschneider, ein Quietsch-Entchen und ein Zeitungsartikel.

Als Täter kamen die Schramberger Bürgermeisterin, eine Zahnärztin und die Ex-Frau des Ermordeten in Frage: Eine spannende Aufgabe und große Herausforderung für ein Quartett, das diese Vorgaben hervorragend in Szene setzte und sich gegenseitig zu Höchstleistungen antrieb.

In meisterlicher Form und mit viel Situationskomik verknüpften die Bühnendarsteller in so genannten "Cuts" gewöhnliche Geschehensabläufe eines Fernseh-Krimis mit spontanen absurden und makabren Ausdrücken, beißender, zum Teil versteckter Ironie und irreführenden Wortspielen, die die Zuhörer immer wieder zu Kopfschütteln und Grinsen verleiteten. Von den Darstellern wurde auch jede Gelegenheit ausgenutzt, Seitenhiebe auf die Schramberger auszuteilen, um hinterher gleich wieder ein versöhnliches Loblied anzustimmen.

In der Pause diskutierten selbst ernannte Krimi-Experten aus den Zuschauerreihen eifrig, wer wohl der Mörder am Ende sein werde und freuten sich tierisch auf die zweite Halbzeit.

Nach der inszenierten "Pressekonferenz" hegte das begeisterte Publikum noch berechtigte Zweifel, ob der manchmal untätig und ungeschickt wirkende Kommissar den wahren Mörder überhaupt zur Strecke bringen wird. Doch mit List und Tücke sowie abstrusen Vorstellungen führte Tom Max die Ex-Ehefrau schließlich in Handschellen ab.

Lang anhaltender Applaus prasselte auf die Krimiwerker nieder und, am Ausgang wartend, wurden sie beim anerkennenden Händeschütteln mit zahlreichen Komplimenten überschüttet. Auch für das veranstaltende Technikmuseum war es eine Genugtuung, mit der Vorstellung ins Schwarze getroffen zu haben.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.