Die Windkraftanlage überragt die Bäume um ein Vielfaches - und ist somit auch gefährdeter bei Gewittern. Foto: Dold

Spezialistenteam bessert Anlage in luftiger Höhe aus. Blitz trifft auf der Öhle ein Rotorblatt.

Schramberg-Tennenbronn - Die Windkraftanlage Steigers Eck auf der Öhle hat es vor Kurzem erwischt: Dort gab es Blitzeinschläge. Nun wurden die Schäden beseitigt.

Spezialisten reparieren Anlage

Gut gesichert war dort vor wenigen Tagen ein Team von Spezialisten im Einsatz, um die Reparaturen auszuführen.

"Die Rotorblätter der Windräder sind naturgemäß deutlich höher als die umliegenden Bäume. Daher sind Blitzeinschläge keine Seltenheit, obwohl die Anlagen mit einem Blitzschutz ausgestattet sind", erklärt Jürgen Ebnet vom Betreiber Vento Ludens.

Risse in den Rotorblättern

Nach solch einem Einschlag ist rasches Handeln angesagt. Denn die Blitze verursachen Risse in den Rotorblättern. Durch diese dringen Feuchtigkeit ein. Im Winter gefriert diese Nässe, wodurch die Risse größer werden und aufzuplatzen drohen. Die Folge: Das Rotorblatt läuft nicht mehr rund, die Leistung ist eingeschränkt.

Aus diesen Gründen werden die Windkraftanlagen regelmäßig gewartet, um eventuelle Schäden festzustellen - schließlich sind die Anlagen auf einer Meereshöhe von 930 Metern errichtet worden. Zudem sind die Anlagen zum Teil über 100 Meter hoch - und dort pfeift der Wind naturgemäß gewaltig.

Rund 6000 Betriebsstunden pro Jahr

Nach einer gewissen Anzahl von Betriebsstunden sei die Wartung fällig, ähnlich wie bei einem Traktor, erzählt Josef Günter, Windkraftexperte vom Tennenbronner Mooshof. Bei der Wartung werden auch Öle ausgetauscht und das Material mit einer Gondel nach oben gezogen.

Eine solche Windkraftanlage laufe etwa 6000 von 8760 Stunden pro Jahr. Die Anlage auf der Öhle stehe seit mittlerweile etwas mehr als zehn Jahren. Der erzeugte Strom wird in Richtung Schwarzenbach geführt und von dort ins Mittelspannungsnetz eingespeist.

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