Rendez.vous auf dem Fohrenbühl. Die Busse aus Lauterbach und nach Hornberg tauschen dort ihre Fahrgäste aus. Foto: Wegner Foto: Schwarzwälder-Bote

Stadtverwaltung lehnt Reduzierung der Fahrten zum Bahnhof ab

Schramberg (sw). Der Landkreis plant derzeit mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplans Veränderungen in Hinsicht auch auf die Buslinien im Raum Schramberg. Dazu wird auch die Stadt Schramberg angehört. Sie stellt in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am morgigen Donnerstag die geplanten Veränderungen und ihre Auswirkungen vor.

 

Dabei geht es nicht nur um Verbesserungen, sondern auch um Einschränkungen, da das Ziel bleibe, "Optimierungen durch weitere Rationalisierungen zu erreichen und Synergien freizusetzen", wie die Stadt in ihrer Vorlage an den Ausschuss schreibt.

Kritisch sieht die Stadtverwaltung eine geplante Reduzierung der durchgehenden Busfahrten auf der Linie Schramberg – Hornberg und damit die weitere Abhängung des "nächstgelegenen Fernverkehrbahnhofs Hornberg" Hier fordert die Stadt Schramberg weiterhin eine durchgehende Verbindung zum Bahnhof Hornberg im Zwei-Stunden-Takt.

Zudem, so die Verwaltung, schwäche der Ersatz der Busse auf der Linie 56 (Sulgen – Hardt – Tennenbronn) durch Rufbusse die Anbindung des Stadtteils Tennenbronn und der Gemeinde Hardt an den Industrie- und Schulstandort Sulgen und das kreisweite Busnetz erheblich und werde deshalb abgelehnt.

Auf der Linie 55 (Schramberg – Tennenbronn – St. Georgen) seien auch künftig sonntags Linienfahrten vorzusehen. Diese könnten, wie seit zwei Jahren üblich, über Hardt geführt werden. Dort plant der Landkreis sonntags ein Anrufsammelbussystem.

Die geplante Ausweitung des Buslinienverkehrs Rottweil – Schramberg – Schiltach auf abends entspreche einer langjährigen Forderung der Stadt. Damit könne eine bessere Anbindung an die Bahnhöfe Schiltach und Rottweil erreicht werden.

Eine Beschleunigung der Linie Schramberg – Oberndorf zur Hauptverkehrszeit, ein weiteres Vorhaben, könnte diese Achse nach Ansicht der Stadt für den Berufsverkehr attraktiver machen.

Nachteilig sei jedoch, dass eine Beschleunigung nur auf Kosten der Bedienung von Seedorf oder Winzeln möglich wäre, was aber nicht vorgesehen ist, da der dortige Stundentakt nicht reduziert werden soll.

Positiv sieht die Verwaltung auch die geplante Beschleunigung der Linie Schramberg – Königsfeld – Villingen. Diese ist aber nur durch die Umwandlung bereits vorhandener Umsteigeverbindungen in durchgehende Kurse zu erreichen.