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Schramberg Vor allem die Schönbronner erleben einen Quantensprung

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Volker Ackermann (von links), Martin Stiebitz (beides Telekomvertreter), Oberbürgermeister Thomas Herzog, Landrat Wolf-Rüdiger Michel und Jörg Schüler (Projektleiter Ausbau Telekom) drücken gestern Vormittag zur Freischaltung des VDSL-Glasfasernetzes im Raum Schramberg im neuen Sulgener Feuerwehrhaus symbolisch auf den roten Schalter. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg. Der "rote" Schalter ist umgelegt. Seit gestern steht rund 10000 Haushalten in Schramberg-Tal, Sulgen, Aichhalden, Hardt und Teilen Lauterbachs das schnelle VDSL-Glasfasernetz zur Verfügung. Vor allem die Nutzer in Schönbronn werden einen Quantensprung erleben. In der Warteschleife stehen jetzt noch die Stadtteile Tennenbronn und Waldmössingen.

Nachdem der Startschuss für den Breitbandausbau des Landkreises Rottweil im April dieses Jahres fiel, ist nun das Glasfaserkabel bereits im zweiten von insgesamt acht Ausbaugebieten verlegt und schnelles Internet nutzbar. Von allein wird sich jedoch nichts ändern, die Nutzer müssen bei der Telekom oder beim Fachhandel Expert Enderer ihre Verträge ändern lassen.

Noch zwei Stadtteile in der Warteschleife

Gestern Vormittag trafen sich Bürgermeister, Gemeinderäte, Ortschaftsräte, Kreisräte und Vertreter der Telekom im neuen Feuergerätehaus Sulgen, um in einer kleinen Feierstunde die Freischaltung symbolisch vorzunehmen.

Landrat Wolf-Rüdiger Michel sprach von "einem Tag, auf den viele sehnsüchtig gewartet haben". Das schnelle Internet sei jetzt keine Zukunftsvision mehr, sondern da und nutzbar. Das werde die Kommunen voranbringen. Bei der hohen wirtschaftlichen Bedeutung spiele ein leistungsfähiges und flächendeckendes Breitbandnetz eine ähnlich wichtige Rolle wie eine gute Verkehrsanbindung, verglich der Landrat.

Oberbürgermeister Thomas Herzog brachte es auf den Punkt: "Langsam war gestern, jetzt sind wir auf der Datenautobahn schnell unterwegs". Eine moderne digitale Infrastruktur sei ein Standortvorteil für Kommunen und Immobilien.

"Langsam war gestern, heute Datenautobahn"

Für Telekom-Regionalmanager Bernhard Ginter war der schnelle Ausbau nur durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller beteiligten Partner möglich. Wie er versicherte, werde die Telekom alles dafür tun, um Kunden zügig mit den hohen Bandbreiten zu versorgen. Die dafür erforderlichen Tiefbauarbeiten sollen auf das Nötigste reduziert werden. Durch das neue Horizontalbohrverfahren werde bis zu vier Meter tief und über eine längere Strecke ein kleiner Tunnel durchs Erdreich gebohrt, in den später Glasfaser eingezogen werden könne. Im zweiten Ausbaugebiet seien 61 Multifunktionsgehäuse aufgestellt und circa 40 Kilometer Glasfaser verlegt werden.

Das neue VDSL-Netz sei so leistungsstark, dass telefonieren, surfen und fernsehen gleichzeitig möglich sei. Im Download (herunterladen) seien Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabits pro Sekunde, im Upload (verschicken) bis zu 40 Megabits pro Sekunde möglich. Sobald die Europäische Kommission den Einsatz der Vektoring-Technik erlaube, stünden auch im Upload bis zu 100 Megabits pro Sekunde zur Verfügung, stellte Ginter in Aussicht.

Im Dezember 2015 hat der Kreistag beschlossen, den flächendeckenden Breitbandausbau mit der Telekom umzusetzen. Ziel ist es, bis Ende 2017 mindestens 95 Prozent der Haushalte und Unternehmen in den insgesamt acht Ausbaugebieten mit Bandbreiten von mindestens 30 Megabits pro Sekunde zu versorgen. Davon würden 64000 Haushalte und rund 2500 Firmen profitieren.

An dem vom Landkreis initiierten Projekt beteiligen sich Kreis und Kommunen mit rund 11,8 Millionen Euro. Bund und Land stellen Zuschüsse von 5,92 Millionen Euro und 2,37 Millionen Euro bereit, allerdings abhängig von der Genehmigung der EU-Kommission für das geförderte Ausbaugebiet.

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