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Schramberg Von feinen Unterschieden und beleuchteten Wegen

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Schramberg (zeg). Mit dem Nein von Stadtrat Jürgen Reuter (fraktionslos) beschloss der Gemeinderat den Haushalt 2018 (wir berichteten).

Reuter begründet seine Ablehnung unserer Zeitung gegenüber so: "Große Dinge wurden im vergangenen Jahr angekündigt – viel ist da nicht herausgekommen, ich befürchte das Gesetz der Serie. Gebetsmühlenhaft hörten wir, dass die Stadtverwaltung völlig überlastet ist – der Motivator Landesgartenschau zeigt, wie viel ungenutztes Potenzial da schlummerte. Ein Haushalt, der in einer Hochkonjunkturphase Schulden einplant, die in einer Rezession die Luft zum Atmen nehmen, zeugt nicht von Weitblick."

Die Fraktionen würden Unterschiede zwischen den Teilorten auf die "gerechte" Verteilung von Geld reduzieren, so Reuter weiter. "Tatsächlich ist das Wahrnehmen der Unterschiede schwierig, bedeutet das Herausarbeiten mehr kommunalpolitische Arbeit, als Einheitspolitik von Oben nach Unten. Als Gemeinderat sind wir ein Dienstleister, der die Sorgen und Bedenken, der die feinen Zwischentöne hören und so verstärken muss, dass sie wahrgenommen werden."

Großes Geschenk

Die Vereinten Nationen verabschiedeten im Oktober 2005 ein Abkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen als Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung zugunsten gegenwärtiger und künftiger Generationen, führt Reuter aus. Kulturelle Vielfalt fördern aus Sicht der Vereinten Nationen auch und gerade auf lokaler Ebene traditionelles Wissen als Quelle immateriellen und materiellen Reichtums. Die Unterschiede zwischen den Teilorten prägten das Ganze, seien in der Summe der Zusammenstellung ein Alleinstellungsmerkmal, Symbol für Lebendigkeit in Kultur und Politik, so der Lokalpolitiker. "Wir sollten die Unterschiede zwischen den Teilorten als großes Geschenk und nicht als unnötigen Ballast betrachten", sagte Reuter.

Lichtverschmutzung

Bernd Richter nimmt für die ÖDP Stellung zum Haushalt. Volker Liebermann und er hoffen, dass Schramberg den Zuschlag für die Landesgartenschau erhalte – gleichgültig ob 2026, 2028 oder 2030. "Wir stehen voll hinter diesem Projekt."

Richter merkte allerdings an, dass es nicht umweltfreundlich sei, dass die CDU das Steighäusle aufgrund der Bewerbung beleuchten wolle. "Die Lichtverschmutzung auf dem Globus und in der Stadt nimmt zu, auch ohne diese Forderung. Die ›Alte Steige‹ bietet einen Fußweg und ist heute schon beleuchtet und wird nachts nur von ganz wenigen Fußgängern genutzt", so Richter. Als kleinen, aber wichtigen Punkt für die ÖDP, dem Haushalt zuzustimmen, sei die Zustimmung zur Erhöhung der Fundtierkostenpauschale gewesen (wir berichteten). "Wir empfanden es als peinlich, dass es dafür eine zweite Sitzung brauchte."

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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