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Schramberg Viel Gesprächsbedarf bei Bürgerversammlung in Tennenbronn

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Rund 300 Gäste sind am Dienstagabend in die Festhalle gekommen. Foto: Zeger

Schramberg-Tennenbronn - Sich informieren, loswerden, was auf der Seele liegt oder einfach "d’ Leut" treffen: Jeder Grund sei gut, um an der Einwohnerversammlung teilzunehmen. So hat Ortsvorsteher Lutz Strobel am Dienstagabend die Gäste in der Festhalle begrüßt.

Bei der Bürgerversammlung in Tennenbronn gab es so einiges zu besprechen. "Es ist wichtig, dass wir hören, was diesen Stadtteil bewegt", so Strobel in seiner Begrüßung. Und in der Tat bewegt die Bürger offensichtlich viel, denn die Beteiligung an der Einwohnerversammlung war groß.

"Aus Sicht des Ortschaftsrats und der Ortsverwaltung stehen einige Themen an, die für die Entwicklung der Ortschaft Tennenbronn als Stadtteil von Schramberg von großer Wichtigkeit sind. Wir sprechen von einem Stadtumbau, und wir in Tennenbronn spüren schon an allen Ecken, dass sich was verändert. Sowohl baulich, als auch gesellschaftlich sind Umbrüche und Aufbrüche notwendig", führte der Ortsvorsteher aus.

Der Stadtverwaltung sei es ein besonderes Anliegen, die Einwohner in die weitere Entwicklung mit einzubeziehen. Manche Aufgaben seien seit der Eingemeindung auf den Weg gebracht worden, haben sich zeitlich aber verschoben. Als Beispiel nannte Strobel die Themen Festhalle, Schaffung von Wohnbauplätzen, die Weiterentwicklung des Ferienparks und des Dorfweihers.

Strobel stimmte das Publikum auch mit Zahlen auf den Abend ein: In den vergangenen zehn Jahren habe Tennenbronn fast 200 Einwohner verloren. Am 30. Juni 2008 zählte der Ort 3825 Einwohner, am 30. Juni 2018 waren es noch 3627 Einwohner. Es gebe rund 200 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 18 Jahren sei von 638 auf 385 gesunken. "Die ältere Bevölkerung nimmt zu, was auch zeigt, dass man in Tennenbronn alt werden kann. Dennoch muss mehr im Bereich Wohnen im Alter getan werden."

Kinderzahlen

In den Kindergärten gebe es aktuell sechs Gruppen mit 106 Kindern. Diese teilen sich in vier Gruppen mit 69 Kinder im Kindergarten Maria König auf. "Ab Januar 2019 ist dieser Kindergarten mit 77 Kindern voll belegt." Zwei Gruppen, 37 Kinder, werden im "Regenbogen" betreut. Bis kommenden Sommer werden es 45 Kinder sein, so Strobel. "Dies zeigt auf, dass wir in beiden Kindergärten von der Platzzahl her auf Kante genäht sind. Und es zeigt weiter, dass in der Folge davon auch unsere Grundschule wieder mehr Kinder haben wird." Dort werden derzeit 94 Kinder unterrichtet.

17 Punkte umfasste die Do-To-Liste des Ortsvorstehers. Ganz oben stehe die Schaffung von Bauplätzen für junge Familien. Der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Bergacker IV sei gestellt, das Verfahren werde nach entsprechenden Verträgen mit Grundstückseigentümern weitergehen können. Doch der Bedarf sei mit diesen 13 Bauplätze nicht gedeckt.

Beim Stichwort "bewohnte Ortsmitte" seien auch private Grundstückseigentümer aufgefordert, vorhandene Fördermöglichkeiten zu nutzen. "Wohnen muss und darf nicht nur auf der grünen Wiese attraktiv sein, sondern auch in der Ortsmitte."

Gewässerentwicklungsplan

Für Wohnen im Alter müsse ein Konzept entwickelt werden, ebenso wie für das Angebot der Kinderbetreuung. Gemeinsam mit dem Juks³ solle auch an der Verbesserung des Ferienangebots gearbeitet werden. Ebenfalls ein Anliegen sei dem Ortschaftsrat der Bau einer Sport- und Festhalle sowie die Neuordnung des Areals "Krone".

Die topografische Situation erfordere Untersuchungen und Maßnahmen im Gesamtkontext eines Gewässerentwicklungsplans, so Strobel.

Eine Projektentwicklung sei auch für den Rembachhof samt Umfeld, den Ferienpark und den Tourismus allgemein notwendig. Strobel erwähnte in diesem Zusammenhang den neuen Auerhahn-Wanderweg, der "wie eine Bombe eingeschlagen" habe. "Was aus unserer örtlichen Sicht verbesserungsbedürftig ist, ist die Vermarktung unseres 2017 aufgewerteten Kurdobels, der Spielelandschaft Tennenbronn."

Der Ortsvorsteher wies auf eine moderne "Begrüßungseinrichtung" an den Ortseinfahrten hin, eventuell in digitaler Form, lobte die Arbeit der Vereine und sah die Notwendigkeit, für den FV ein Kleinspielfeld zu installieren. "Auch Verkehrsanliegen beschäftigen uns. So unter anderem die Parksituation in der Höhenstraße, Tempo 30 auf den Nebenstraßen und auf der Ortsdurchfahrt im Bereich des Betreuten Wohnens, unmittelbar neben dem Rathaus."

Dauerbrenner

Als weitere Themen, die Tennenbronn angehen sollte, nannte Strobel Unterhaltungsmaßnahmen von Straßen und die Wasserversorgung im Außenbezirk. Friedhöfe, Windkraft, Dorfweiher und Gewässerunterhaltung seien weitere Dauerbrenner.u Über den Verlauf der Einwohnerversammlung berichten wir noch ausführlich.

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