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Schramberg Verdienstkreuz für Hans Jörg Fahrner

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Hans Jörg Fahrner (links) erhielt die verdiente Auszeichnung für sein langjähriges Engagement von OB Thomas Herzog. Fotos: Fritsche Foto: Schwarzwälder Bote

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Hans Jörg Fahrner das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Schramberg. In einer Feierstunde im Schramberger Schloss überreichte Oberbürgermeister Thomas Herzog den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an Schrambergs Bürger Hans Jörg Fahrner. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte Fahrner für diese besondere Ehrung vorgeschlagen.

Fahrners Ehefrau Erika, Tochter und Sohn, Schrambergs Ehrenbürger Hans-Jochem Steim und Herbert O. Zinell, Mitglieder des Kreis- und Gemeinderats, Dekan Ulrich Vallon, Stadtpfarrerin Martina Schlagenhauf, Mitarbeiter der Stadt und viele Weggefährten wohnten der Ehrung im stimmungsvollen Balkonzimmer des Schlosses bei.

Sofort in der Kommunalpolitik tätig

"Ich bin sehr stolz, einem Bürger unserer Stadt den höchsten Orden unseres Landes überreichen zu dürfen", erklärte Oberbürgermeister Thomas Herzog in seiner Laudatio. Die Auszeichnung lenke den Blick auf Verdienste, die für das Gemeinwesen von großer Bedeutung seien. Ausführlich zeichnete Herzog den Werdegang Fahrners nach, der als zugezogener junger Berufsschullehrer sofort in die Kommunalpolitik einstieg und 1976 auch in den Ortsverband der SPD eintrat.

30 Jahre lang war er Stadtrat, von 1998 bis zur Verabschiedung Fraktionsvorsitzender SPD. Seine Partei zeichnete ihn mit der "Willy-Brandt-Medaille" aus. "Die politischen Mitstreiter wie Gegner schätzten seine integre Persönlichkeit", stellte Herzog über den "sozialdemokratischen Gentleman" fest.

Neben der Kommunalpolitik nahm Fahrner weitere ehrenamtliche Tätigkeiten wahr: Als Vorstandsmitglied und Vorsitzender bei der Arbeiterwohlfahrt in vielen Projekten, zum Beispiel für junge Arbeitslose. Für dieses Engagement wurde er 1999 mit der Landesehrennadel Baden-Württemberg ausgezeichnet. Darüber hinaus war er rühriges Mitglied in "zig Schramberger Vereinen".

In der evangelischen Kirche engagierte sich der überzeugte Christ Fahrner im Kirchengemeinderat, als Synodaler für den Stadtteil Sulgen der Diakonie und der Kirchenbezirkssynode, mit dem Augenmerk auf bedürftige Menschen, insbesondere Flüchtlinge. Auch den ökumenischen "Marktplatz Kirche" hat er mitgegründet. "Herr Fahrner, es war und ist immer zu spüren, dass es Ihnen um die Sache geht und nicht um sich selbst", erklärte Herzog.

Großer Beifall bei der Verleihung

Einem gleichermaßen gerührt wie glücklich wirkenden Fahrner heftete Herzog unter großem Beifall aller Gäste den Verdienstorden ans Revers. "Als ich von der Ehrung erfuhr, war ich doch sehr überrascht und voller Zweifel, ob diese Ehrung andere nicht mehr verdient hätten", begann Fahrner seine Dankesrede bescheiden.

Herzog habe mit seinen Ausführungen viele Erinnerungen geweckt. Vielen Weggefährten, vor allem aber seiner Frau Erika verdanke er die Möglichkeit zur ehrenamtlichen Mitwirkung in all den Jahren, die viel Zeit erfordert habe. "Ich habe meiner Frau und Familie da viel zugemutet", sagte Fahrner mit spürbarem Bedauern in seiner Stimme.

Menschen eine selbstbestimmte Teilnahme am Leben zu ermöglichen, habe er immer als beglückend empfunden. Mit Blick auf die Vergänglichkeit und Begrenztheit des eigenen Handels zitierte Fahrner gegen Ende seiner Rede Willy Brandt: "Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will."

Musikalisch umrahmten die "Funny Five", das Blechbläserquintett der Musikschule Schramberg unter der Leitung von Walter Böcherer, die Feier. Mit fröhlichen, rhythmischen Stücken leiteten sie zum nachfolgenden Stehempfang über.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

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