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Schramberg "Unzumutbare Zustände" in Flüchtlingsheimen

Von
Foto: Obergfell

Schramberg - Helmuth Penz sorgt einmal mehr für Schlagzeilen. Dieses Mal in Berlin. Gottseidank weit weg, wird sich manch’ ein Schramberger denken, war der illustre Unternehmer doch als möglicher Investor für das alte Krankenhaus im Gespräch.

Wegen "unzumutbaren Zuständen" und rechtsextremen Mitarbeitern hat die Stadt Berlin der "Professionellen Wohn- und Betreuungsgesellschaft" (Pewobe) jetzt alle Betreiberverträge gekündigt. Sie war für mehr als 3000 Asylbewerber in neun Berliner Flüchtlingsheimen zuständig – und Helmuth Penz als Geschäftsführer mitverantwortlich.

Der Name des Baulöwen und Heimbetreibers für Spätaussiedler, Obdachlose und Flüchtlinge fiel in Schramberg erstmals Anfang des Jahres. Durch "etliche Indiskretionen", so formulierte es damals Oberbürgermeister Thomas Herzog, wurde öffentlich, dass die Stadt das geplante Hotelprojekt mit der Firma Camedi Real Estate GmbH im ehemaligen Krankenhaus-Gebäude aufkündigen will. In diesem Zusammenhang stand erstmals der Name Helmuth Penz als neuer Geschäftsführer der Camedi im Raum.

Wollte Penz auch im Schramberger Krankenhaus Flüchtlinge unterbringen? Dies liegt nahe. Wie Uwe Weisser, Fachbereichsleiter Zentrale Verwaltung und Finanzen im Schramberger Rathaus, auf Anfrage erläutert, sei das Regierungspräsidium diesem Plan bereits Ende 2015 "skeptisch" gegenüber gestanden. Zu Helmuth Penz habe man seitens der Stadt derzeit keinerlei Kontakt mehr, so Weisser.

Pewobe will sich gegen Kündigung wehren

Die Berliner Senatsverwaltung wirft der Pewobe vor allem vor, dass die in verschiedenen Unterkünften festgestellten Mängel nicht abgestellt wurden, berichtet der "Tagesspiegel". Statt die Kritik anzunehmen habe die Pewobe sogar einen Verein mit ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern verklagt. Den letzten Anstoß für die fristlose Kündigung gaben wohl interne Mails, die jetzt an die Öffentlichkeit gelangten. Darin äußern sich Pewobe-Mitarbeiter menschenverachtend unter anderem über "Enthauptungen" und "Kinderguillotine".

Die Gesellschaft bestreitet in einer Stellungnahme die Missstände und kündigt an, sich mit allen Mitteln gegen die Kündigung zu wehren.

Die betroffenen Heime in der Bundeshauptstadt sollen erhalten bleiben, die Bewohner nicht unter den Geschehnissen leiden, meldet der "Tagesspiegel". Für den Übergang wolle man auch die Mitarbeiter der Pewobe weiterbeschäftigen.

Ein Szenario, das den Schrambergern erspart blieb. Gottseidank.

 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Karin Zeger

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