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Schramberg Tourismus entwickelt sich positiv

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Schramberg soll für E-Bike-Fahrer attraktiver werden. (Symbolbild) Foto: ©mmphoto – stock.adobe.com

Schramberg - Der Tourismusbericht für das Jahr 2019 zeichnet ein positives Bild in der Raumschaft über die Entwicklung dieses Wirtschaftszweigs.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt: Rund 27,3 Millionen Euro Umsatz und ein Steueraufkommen von 605 000 Euro sind dem Tourismus zu verdanken. Und: Mit 400 direkten touristischen Arbeitsplätzen sowie 1200 anteilig beschäftigten Personen hat der Tourismus auch wichtige Arbeitsplatzeffekte. Diese Zahlen präsentierte Ayline Schirling als Abteilungsleiterin Marketing und Tourismus am Donnerstagabend den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses.

Mit 116.595 Übernachtungen (Erhebung auf Basis der Meldescheine) in 2019 gegenüber 112.688 in 2018 stieg diese Zahl um 3,47 Prozent. 89 432 waren private, 27 163 geschäftliche Übernachtungen. Von den Stadtteilen her ist Tennenbronn mit 52 346 (2018: 53 825) wieder Spitzenreiter, allerdings mit einem Rückgang um 2,75 Prozent, gefolgt von Sulgen (46 349 Übernachtungen) und der Talstadt (11 816). Nach der Präsentation fragte Stadtrat Jürgen Winter (CDU) nach den Gründen für den Rückgang der Zahlen in Tennenbronn. Es habe auch Stornierungen wegen des fehlenden Freibads gegeben, berichtete Schirling.

Größte Zielgruppe Familien

Eine wichtige Kennzahl ist auch die Aufenthaltsdauer: Diese nahm zwar von 4,09 Tagen in 2010 auf 3,93 in 2019 um 3,91 Prozent ab, verglichen mit den 3,78 Tagen in 2018 stieg sie aber 3,97 Prozent wieder an. Ob die Marketinganstrengungen der Stadtverwaltung schon greifen oder die Geschäftsleute mehr Zeit für ihre Termine brauchten, sei noch nicht geklärt. Mit 36 Prozent, fuhr Schirling fort, sind Familien die größte Zielgruppe, gefolgt von Gruppen (26 Prozent) und den Geschäftsreisenden (22 Prozent).

Bei den ausländischen Gästen dominieren mit 34 Prozent mit großem Abstand die Niederlande. Doch fünf Prozent kommen auch schon aus der Volksrepublik China. Von den deutschen Gästen kommen mit 47 Prozent die meisten aus Baden-Württemberg, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit zwölf Prozent.

Aktionen

Ausführlich berichtete Schirling über eine Reihe von laufenden und geplanten Marketingmaßnahmen sowie Projekten zur Ausweitung des touristischen Angebots unter den Überschriften "Erlebnis Natur" (zum Beispiel Aushang Wanderkarte Tennenbronn oder "Annis Schwarzwaldgeheimnis"), "Faszination Technik" (zum Beispiel Audioguide Erfinderzeiten, Neukonzeption Flyer Bummelzeit: Was man in der Innenstadt alles machen kann) und "Familien-Ferien" (zum Beispiel Pressereise dazu oder Gastgeberreise).

Zu den offensichtlich wirksamen Maßnahmen gehören auch einheitlich gestaltete Flyer, Werbespots in der Schwarzwaldbahn zur Auto- und Uhrenwelt, Werbeschaltungen im Radio, am Flughafen Karlsruhe (Airport Media) und Messeauftritte in Utrecht (103.000 Besucher), der CMT in Stuttgart (260.000 Besucher) und dem Tourismustag Dornhan -­ flankiert durch Präsenz in den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook oder auf der Internetplattform www.outdooractive.com: 53.990 Mal wurde der Auerhahnweg in Tennenbronn dort schon aufgerufen, 15.379 Mal der Burgenpfad.

Lob der Stadträte

Über alle Fraktionen hinweg erhielten Schirling und ihre Abteilung großes Lob für ihre Anstrengungen von den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses. "Toll, wie gut im Angebot der Spagat zwischen Gästen und Einheimischen gelungen ist", befand Ralf Rückert (Freie Liste). Er lobte auch die gute Präsenz in den sozialen Medien.

Rückert wünschte sich, dass man für E-Bikes mehr Wege erschließe und ausweise, einschließlich Parkplätze mit Ladestationen. Enttäuscht sei er allerdings, was die Wohnmobilstellplätze in der Talstadt betreffe. "Wir sehen ein großes Potenzial im Wohnmobiltourismus und überlegen, wie man ein Netzwerk aus kleinen Plätzen in den Stadtteilen und einem großen Platz im Zentrum hinbekommt", hakte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr ein.

Tanja Witkowski (SPD/Buntspecht) fand die berichteten Zahlen eindrucksvoll und das Angebot für die Kinder gut. Auch sie sprach sich für die E-Bike-Förderung aus. Und Bernd Richter (ÖDP) plädierte dafür, dass man auch die Nutzung von E-Bikes im Stadtgebiet durch die Einheimischen mehr fördern sollte. "Steigungen sind für die E-Bikes kein Problem mehr", betonte Richter und verwies auf einen Schornsteinfeger, der sein Gebiet mit dem E-Bike abfährt.

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