Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg Strahlenfrei gesund in der Ortsmitte

Von
Zahlreiche Besucher säumten die Straßen bei der Waldmössinger Schlüsselübergabe. Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Von wegen den Rathausschlüssel nichtrausrücken. Den gab die stellvertretende Ortsvorsteherin Annette Jauch am Schmotzigen Donnerstag gerne her.

Schramberg-Waldmössingen (lh). "Soll doch der Elferrat die Probleme im Ort lösa. Wenn’s net klappt, sin mir net die Bösa. Zemma mit da Gilde dürft a knappe Woch langa, ihr müsstet halt glei afanga", schob Jauch die Verantwortung den Narren zu.

Zur Schließung der Volksbankfiliale machte die Ortschefin den Vorschlag, als ehemaliger Bankkaufmann könnte Narrenpräsident Manuel Häring doch einmal pro Woche eine Beratung anbieten. Dann müsste niemand seine Bankgeschäfte in der "Sisy" erledigen. An die Stadtverwaltung richtete Jauch die Bitte, baldmöglichst den Kunstrasenplatz des Sportvereins zu vermessen, bei dieser Gelegenheit noch ein paar Knöllchen für Falschparker auszustellen und rasch dazu eine Abrissparty fürs Gasthaus Kreuz zu organisieren. Wichtig seien auch mehr Kindergartenplätze und mehr Mietwohnungen. "Ab März zieht Ortsvorsteher Markus Falk aus Koblenz in die Ortsverwaltung ei, ohne Wohnung stellt er halt a Feldbett in sei Büro rei", frotzelte die Rätin und kam auf den Punkt: "I tret für dia Fasnet jetzt eifach zrück und wünsch euch beim Regiera viel Glück".

Zuvor hatte der Zunftpräsident die Ortsvorsteherin dahingehend gelobt, dass sie sich wie kaum eine andere für die Waldmössinger einsetze. Auf sie lasse er nichts kommen, sie gehöre bereits zum Ortsadel. Dem künftigen Ortsvorsteher Falk schrieb Häring ins Notizbuch, dass in Sauwadelhausen nicht Karneval sondern Fasnet gefeiert werde. Als Hechingerin müsste Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr die schwäbisch-alemannische Fasnet ja bekannt sein. "Doch heit hot se gar koa Zeit, oder fehlt es ihr an der Fasnetsgarderobe, ihr liebe Leut?". Ihm sei aufgefallen, dass sie auf jedem Bild im Schwabo entweder ein grünes und blaues Kleid trage. Aber es sei wohl besser, wenn er sich da raushalte. Sonst könne es ihm wie Gildemeister Michael Roth beim Zunftball ergehen. "Wenn der Michael mol nemme schwätzt, isch des erwähnenswert."

An die Obrigkeit der Stadtmusik richtete Häring den Hinweis, dass so ein Fasnetskonzert an dem Tag, an dem die Narrenzunft Sulgen und Waldmössingen ihren Zunftball veranstalten "schau a wenga domm war".

Wenn die Narren an der Macht seien, werde als erstes die Bearbeitungszeit von Anträgen beschleunigt. Vier Monate, das gebe es sonst nirgendwo. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Cornelia Penning die gleiche Berufsschule besucht habe wie Linda Niebel, "dia isch au net schneller", stellte Häring fest. In der Talstadt gebe es Bürger, die gegen den öffentlichen Netzausbau eine Petition starteten. Er frage sich, ob diese in die Steinzeit zurück wollten. So könne nur jemand argumentieren, wer nicht auf einen guten Arbeitgeber angewiesen sei oder sonst keine Sorgen habe. "I hau dia Lösung für diese Hypochonder, ziaht noch Waldmössinga, do leabet ihr gsönder. Weil dia Ortsmitte isch völlig von Mobilfunkstrahla verschont, in eisra City werat ihr mit amma Funkloch belohnt", so der Narrenchef, begleitet von stürmischem Applaus.

Nachdem er den Schlüssel von Jauch erhalten hatte, wurden die Fasnetsfahnen gehisst, der Musikverein spielte, die Garden tanzten und die Jockele und Hansel juckten auf dem Platz zwischen Ortsverwaltung und Feuerwehr. Für die zahlreich erschienen Besucher war nun klar: Ab jetzt beginnt die Fasnetszeit.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.