Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg Strahlendes Blech steht im Mittelpunkt

Von

Drei wohlvorbereitete Ensembles der Musikschule Schramberg haben das dritte Konzert der Musikschule in dieser Saison in der Alten-St. Laurentius-Kirche in Sulgen gestaltet.

Schramberg-Sulgen. Namens der Musikschule und des veranstaltenden Förderkreises begrüßte Vorstandsmitglied Rudi Huber die zahlreichen Gäste im schönen Ambiente der historischen Kirche. Er blickte beim 68. dieser Reihe auf die große Anzahl der seit 1995 veranstalteten Konzerte zurück. Gitarrenklänge und strahlendes Blech standen diesmal im Mittelpunkt.

Die Besucher wurden eingestimmt vom Pizzicato-Gitarrenensemble unter Leitung von Frank Scheuerle mit Rahel Koch, Kira Roming, Josephin Seitz, Karin und Monika Schlayer sowie Frank Scheuerle. Zur Eröffnung spielten die Zupfmusiker ein ruhiges Andantino des spanischen Komponisten Fernando Sor, der als "Schubert der Gitarre" gilt und in verschiedenen europäischen Hauptstädten wie Paris, London und Moskau lebte und wirkte. Ein Ohrenschmaus war "Petite Romance" , komponiert von Sors italienischem Zeitgenossen Matteo Carcassi. Über den Akkorden der Begleitinstrumente erklang eine gefällige volkstümliche Melodie.

Einen Stilwechsel nahmen die Gitarristen mit "A Theme from Star Wars" von John Williams vor. Auf die ruhige Einleitung folgten dramatische Klänge und fulminante Akkorde. Ein abenteuerliches Geschehen kündigte sich an. In der Popszene der Gegenwart kam das Zupfensemble an bei "Perfect" von Ed Sheeran. In schöner Mehrstimmigkeit strömte die Melodie dahin. Die Zuhörer klatschten begeistert. Einen leicht melancholischen Charakter trug das Stück "The Parting Glass", das von der englischen Volksmusik geprägt war.

Mit 17 jungen Bläsern im Alter von sechs bis 14 Jahren (Maximilian Hug, Louis Förster, Jonathan Reisser, Florina Reminger, Leo Bargenda, Jule Broghammer, Emma Sum, Johanna Weisser, Marlene Armbruster, Vanessa Schmieder, Leon Bühler, Katharina Ginter, Sarah Wöhrle, Christof Bannmüller, Ruben Kopp, Mathis Neininger und Richard Schmidt) füllte das Hornensemble unter Leitung von Ana Stankovic den gesamten Chorraum. Die Leiterin betonte in ihrer Einführung die Intention, dass im Vordergrund das gemeinsame Spiel stand.

Mit großer Begeisterung trug das Ensemble mit "Air Ecossais" eine bekannte schottische Dudelsack-Melodie vor. Im Stil der Alten Musik der Renaissance war die "Pavane" von Kevin Keisershot, die aus dem Jahr 1957 stammte. Bei diesem sakral anmutenden, Stück musizierten die Hornisten wie ein Posaunenchor und bewiesen, dass sie in puncto Tempi und Dynamik schon sehr souverän waren.

Den besonderen Zauber des Horns konnten sie beim "Hornecho" demonstrieren, wo das Ensemble sich noch einmal in ein Duo, ein Trio und die Gesamtgruppe aufteilte, um mit schönen Hornquinten das Echospiel hervorzubringen. Im Original für Parforcehörner geschrieben, klang das Stück auch mit Ventilhörnern wie eine Jagdhornmelodie.

Mit sauberer Intonation erklang der Beatles-Song "Yesterday" mit dem Reiz seiner Harmonien. Flott wie ein Dixie spielten die Bläser das Traditional "Hot Shoes". Beim Chorlied "Heilig" aus der "Deutschen Messe" von Schubert zeigte sich, dass das Ensemble auch imstande war, mit schönen Harmonien sakrale Ruhe und Andacht zu verbreiten. Die Besucher spendeten reichen Beifall.

Als drittes Ensemble präsentierten sich die "Funny Five" (Julia Fleig, Lukas Wöhrle, Trompeten, Mathis Stephan, Horn, Dominik Fleig, Posaune, und Severin Fleig, Tuba) unter Leitung von Walter Böcherer. Mit der Suite "Dances from Terpsichore" von Michael Prätorius zeigten sie ihre fortgeschrittene musikalische Reife, denn bei den im Charakter sehr verschiedenen Tanzsätzen war große technische und gestalterische Perfektion gefragt. Mit festlichen Klängen in der Eröffnung, weich und zart im Adagietto, rasant schmetternd im Vivace oder anmutig im Dreiertakt bei Grazioso, immer fanden sie den richtigen Ausdruck. Der Höhepunkt der Festlichkeit war im Satz "Pesante" erreicht, wo fast ohrenbetäubende Stakkati in hellem Glanz erstrahlten.

Unter den hervorragenden Bläsern befand sich mit Lukas Wöhrle auch ein frischgebackener Preisträger des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert, der mit seinem souveränen Trompetensound dem Auftritt noch eine extra brillante Note verlieh.

Das Ensemble bewies mit dem modernen "Scherzo" von John Cheetham, dass es auch in der modernen Musik zuhause ist. Zum Abschluss durfte die sakrale Dudelsackweise "Highland Cathedral" in einem Arrangement von Korb/ Roever nicht fehlen, die die Zuhörer bis ins Innerste berührte.

Nach dem großen Applaus musste folgerichtig das Zugabestück folgen, von dem das Quintett den Namen bezogen hatte: "Funny Five".

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.